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Microsoft verschenkt Windows

Für Smartphones und Tablets mit Bildschirmdiagonalen kleiner als 9 Zoll soll es künftig eine kostenlose Windows-Fassung geben. Und für Internet-of-Things-Geräte soll es ebenfalls eine lizenzfreie Version geben.

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Windows und Windows Phone auf Microsofts Build 2014

Microsoft hat auf seiner Entwicklerkonferenz Build 2014 einiges an Neuerungen zu Windows 8.1 und Windows Phone vom Stapel gelassen - immer unter der Prämisse, endlich auch im Tabet- und Smartphone-Bereich besser dazustehen.

Schon im Vorfeld der Entwicklerkonferenz Build hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass Microsoft an einer kostenlosen Windows-Fassung stricke. Das hat sich in Teilen bewahrheitet und zeigt, welchen Kurs Microsoft mit Windows steuert.

Die größten Knaller hob sich Microsoft fast bis zum Schluss der mehrstündigen Keynote auf: Windows und Windows Phone soll es in Zukunft für den Einsatz auf Smartphones und Tablet kostenlos geben, sofern der Bildschirm der Geräte kleiner als 9 Zoll ist. "Windows wird für 0 Dollar zu haben sein", formulierte es Microsoft-Manager Terry Myerson. Außerdem will das Unternehmen Windows für das "Internet der Dinge" ohne Lizenzkosten abgeben – noch sind derlei Geräte rar und vor allem als Prototypen zu haben.

Diese Geschenke und der Anlauf, universelle Windows-Apps zu schaffen, die auf allen Windows-Geräten vom Smartphone übers Tablet und den Desktop-PC bis hin zur Spiele-Console Xbox laufen, zeigt den zukünftigen Kurs an: Die durchaus treue Windows-Entwicklergemeinde soll begeistert werden, jede Art von Gerät zu beglücken.

Darüber hinaus dürfte die Hoffnung sein, dass Windows damit für die Hersteller attraktiver wird und die Preise vor allem bei Einsteigergeräten sinken. Windows hinkt von den Marktanteilen her bei Smartphones und Tablets deutlich hinter Android und Apples iOS her, wenngleich sich der Marktanteil zuletzt merklich erhöht hatte.

Neuigkeiten zu Windows beschränken sich bisher auf die Klasse der Mobiltelefone. Aussagen zu kommenden Windows-Versionen für den klassischen PC enthielt sich Microsoft wohl bewusst. Fürs erste gibt es ausschließlich kostenlose Updates, die zunächst die Tastatur- und Mausbedienbarkeit verbessern und später sogar das alte Startmenü zurückbringen sollen. (ps) / (axk)