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Microsoft verzichtet auf eigenen Stand bei der CeBIT 2017

Herber Verlust für CeBIT: Microsoft will 2017 bei der Computermesse keinen eigenen Stand mehr betreiben und nur noch auf Partnerständen und in Themenhallen präsent sein.

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(Bild: dpa, Friso Gentsch)

Microsoft will sich bei der kommenden CeBIT erstmals den eigenen Stand sparen und nur noch auf Partnerständen vertreten sein. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Bezug auf einen Beitrag aus dem Microsoft-Intranet, der dem Wirtschaftsblatt vorliegt. Ein Sprecher von Microsoft bestätigte heise online die Neuaufstellung der Messepräsenz. "Wir folgen damit der thematischen Vertikalisierung auf der CeBIT", hieß es.

Statt des zentralen Stands will sich der Konzern künftig auf Partnerständen und verschiedenen Themenhallen zeigen. Damit werde Microsoft letztlich auch weniger Geld für die Messe ausgeben, erklärte der Sprecher auf Nachfrage. Zugleich solle aber das Engagement auf der Industrieschau Hannover Messe deutlich ausgeweitet werden, die genau wie die CeBIT von der Deutschen Messe ausgerichtet wird. Auch bei der diesjährigen IFA werde man mit einem eigenen Stand präsent sein. Letztlich sei die CeBIT zwar die größte Computermesse der Welt, aber eben doch "eine unter mehreren Messen“ für Microsoft. Bereits bei der Hannover Messe 2016 hielt Microsoft-Chef Nadella eine Rede, bei der CeBIT glänzte er hingegen durch Abwesenheit.

Ein Sprecher der CeBIT-Betreibergesellschaft Deutsche Messe bestätigte heise online, dass sich Microsofts Beteiligung ändere. Einen Verlust sieht man dort aber nicht: Microsofts Neukonzeption des Unternehmens-Auftritts unterstütze die stärkere Ausrichtung der Messe auf Anwender und Anwenderindustrie. Durch die Verteilung auf mehrere Themenareale werde sich Microsoft „wie ein Netz über die CeBIT legen und somit noch sichtbarer werden als bislang“, hieß es.

Auch wenn Microsoft der Messe letztlich nicht so ganz verloren geht, dürfte die Entscheidung des weltgrößten Softwarekonzerns Symbolwirkung haben. Über den Bedeutungsverlust der CeBIT wird seit langem breit diskutiert. Die sinkenden Besucherzahlen konnten zuletzt auf etwas über 200.000 Personen stabilisiert werden. Nach verschiedenen Neuausrichtungen präsentierte sich die Messe in den letzten Jahre als reine Business-Messe. 2017 will man mit Japan als Partnerland punkten, wie am Dienstag bekannt wurde. (axk)