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Skype und Cortana: Microsoft weist auf menschliches Mithören hin

Bei Microsoft hören Mitarbeiter Skype-Aufnahmen ab. Statt die Vorgehensweise zu ändern, hat das Unternehmen die Datenschutzerklärung angepasst.

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(Bild: pio3/Shutterstock.com)

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Unternehmen lassen Sprachaufnahmen von Mitarbeitern abhören und auswerten: Darunter Apple, Google, Amazon und Microsoft. Dabei gehe es um die Verbesserung der jeweiligen Funktionen, heißt es. Doch während andere diese Vorgehensweise vorerst beendet haben, hat Microsoft lediglich die Datenschutzerklärung angepasst.

Der Kunde erfährt nun offiziell, dass Sprachaufnahmen bei Cortana und dem Übersetzungdienst von Skype von Menschen angehört werden. Mitarbeiter bekommen dabei Übersetzungsvorschläge vom System zu den Aufnahmen gezeigt und sollen diese abgleichen.

Bisher war weder aus den FAQ noch aus der Datenschutzerklärung abzulesen, dass die Skype-Übersetzungsfunktion auch von Menschen ausgewertet wurde. In der neuen Fassung heißt es nun: "Die Verarbeitung personenbezogener Daten für diese Zwecke umfasst sowohl automatisierte Methoden als auch manuelle (menschliche) Verarbeitungsmethoden." Weiterhin wird erklärt, dass mittels manueller Auswertung stichprobenartig die automatisierten Methoden überprüft würden.

Gegen Google hat der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar ein Verwaltungsverfahren eingeleitet. Er äußert erhebliche Zweifel, ob die Praxis des Mitschneidens von Nutzerinteraktionen mit der Datenschutzgrundverordnung vereinbar ist.

Die Auswertung der Aufzeichnungen hat Google derzeit ausgesetzt. Amazon lässt Nutzer der Verwendung von Mitschnitten widersprechen. Apple will künftig eine Zustimmung der Nutzer einholen.

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(emw)