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Microsoft will Windows 7 Family Pack wieder anbieten

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Ab dem 3. Oktober will Microsoft in den USA wieder Family Packs anbieten. Diese Pakete enthalten drei Upgrade-Lizenzen von Windows 7 Home Premium. Voraussetzung für den Erwerb sind drei Lizenzen von Windows XP oder Vista, die nach der Installation der Windows-7-Lizenzen nicht mehr weiter genutzt werden dürfen. In den USA soll ein solches Paket 150 US-Dollar kosten (sonst verlangt Microsoft für eine einzelne Windows 7 Home Premium Upgrade-Lizenz 120 Euro). In Deutschland und einigen anderen Ländern soll es ab dem 22. Oktober verkauft werden, zu welchem Preis, hat Microsoft bislang nicht gesagt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft Family Packs anbietet. Beim letzten Mal hatte Microsoft das Angebot nach einigen Monaten wieder zurückgezogen und behauptet, sie wären "ausverkauft".

Anlass der neuen Aktion ist laut Microsoft der erste Geburtstag von Windows 7, das anders als sein Vorgänger Windows Vista als großer Erfolg gilt: Zwar ist weiterhin Windows XP das meistinstallierte Betriebssystem, doch hat Windows 7 seinen Vorgänger bereits überflügelt.

Mit den Upgrade-Lizenzen lässt sich Windows genauso installieren wie mit Voll- oder System-Builder-Lizenzen. Eine Upgrade-Installation von Windows XP ist grundsätzlich nicht vorgesehen, das klappt nur von Vista aus, sofern es sich um Vista Home Basic oder Home Premium handelt und mindestens das Service Pack 1 installiert ist. In allen anderen Fällen verlangt Microsoft eine Neuinstallation, will dabei aber, dass zum Zeitpunkt des Starts der Installation noch das alte Windows installiert ist. Das lässt sich jedoch mit einem Trick umgehen.

Die Family Packs dürften eine DVD mit der 32-Bit-Version von Windows sowie eine mit der 64-Bit-Version enthalten. Welche man davon verwendet, ist egal, solange man die Anzahl von drei Installationen nicht überschreitet. Geliefert wird für die drei Lizenzen nur ein Installationsschlüssel, der wie üblich beide Versionen aktivieren kann.

Beim letzten Family Pack kam es reproduzierbar zu Problemen, wenn man die drei Lizenzen direkt hintereinander aktivieren wollte: Das Aktivieren klappte damit online nur zweimal, die dritte Installation streikte. Auch das telefonische Aktivieren scheiterte, wenn wir wahrheitsgemäß angaben, dass dieser Key bereits auf zwei anderen Rechnern verwendet wurde.

Bei unseren Tests half seinerzeit folgender Trick: Wir wählten beim telefonischen Aktivieren nicht den Menüpunkt 1 ("Aktivieren"), sondern Punkt 3 ("Volumenlizenz-Vertrag"). Daraufhin erreichten wir einen menschlichen Ansprechpartner. Nachdem wir das Problem geschildert hatten, rückte er nach dem Nennen der vom Aktivierungsassistenten genannten Zahlenkolonne umgehend die zweite Zahlenkolonne zum Eintippen in den PC heraus. Damit klappte das Aktivieren. An weiteren Informationen wie dem CD-Key war er genauso wenig interessiert wie an persönlichen Daten. Eine Ursache für die Probleme mochte uns aber weder der Hotliner noch die Pressestelle von Microsoft nennen. (axv)

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