Microsoft will automatische Updatefunktion für nächstes Windows

Die Softwareschmiede prüft automatische Update-Funktion nach der Erfahrung mit W32.Blaster "sehr ernsthaft".

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Von
  • Torge Löding

Nach der Attacke durch den Wurm W32.Blaster, der weltweit bis zu 500.000 Rechner infiziert hatte, überlegt Microsoft nun offenbar, die nächste Windows-Version -- derzeit bekannt unter dem Arbeitstitel Longhorn -- mit einer neuen Update-Funktion auszurüsten. Sie soll Fixes und Patches automatisch einspielen, berichtet die Washington Post.

Das Unternehmen verfolge solche Pläne "sehr ernsthaft" sagte Mike Nash, Vizepräsident der Microsoft-Securityabteilung, gegenüber der Zeitung. Um künftig Schaden durch fehlende Aufmerksamkeit der Nutzer abzuwenden, sei es eine gute Idee, Windows mit dieser Update-Funktion auszurüsten. Im Zweifel könnte der User solch ein Update aktiv abbrechen, er müsse aber nicht aktiv werden, um sich die Aktualisierung zu besorgen.

Zustimmung zu den Plänen äußerte sogar der Sicherheitsexperte Bruce Schneier, Mitgründer von Counterpane Internet Security, der sich bislang stets gegen jede Systemkontrolle von außen verwahrt hatte. Dennoch bleibt die Befürchtung bestehen, dass Microsoft mit der Update-Kontrolle auch persönliche Daten des Nutzers ohne dessen Wissen abrufen könne, sagen Kritiker.

Siehe dazu auch den Kommentar vom 13. August auf heise Security: (tol)