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Microsoft würgt IE8-Werbung ab

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Fanden viele zum Kotzen: Für Microsofts IE8-Spot "Oh my god I'm gonna puke" hagelte es massiv Kritik.

Dass Microsoft ein Händchen für mitunter peinliche oder aber provozierende Werbung hat, ist nicht neu. Man erinnere sich etwa an den umstrittenen Xbox-Spot "Life is short", bei dem ein Neugeborenes aus dem Körper der Mutter schießt, in Zeitraffer altert und als Greis im Grab landet. Spots, in denen die Firmenchefs Bill Gates und Steve Ballmer für Windows Vista warben, ernteten Häme und Spott. Und auch die Werbung für die Musiksoftware Songsmith machte ungewollt in der Kategorie "Peinliches" die Internet-Runde.

Nun hat erneut ein Microsoft-Spot die Gemüter erregt, der auf Browse for the Better für den Internet Explorer 8 warb. In dem Video "Oh my god I'm gonna puke" erbricht sich eine Frau, nachdem sie einen Blick auf den Webbrowser des just von ihrem Freund übernommenen Notebooks geworfen hat. In dem tritt der ehemalige Superman-Seriendarsteller Dean Cain ins Bild, verkündet "Mit dem Internet Explorer 8 wäre das nicht passiert" und preist die Vorzüge des InPrivate Browsing an, das ungewollte Surf-Spuren verhindert. Microsoft habe mit dem Video lediglich ironisch auf den Nutzen dieser Browser-Funktion hinweisen wollen, äußerte sich ein Microsoft-Sprecher gegenüber dem US-Nachrichtendienst CNet. "InPrivate Browsing" wird im Volksmund gemeinhin als "Porno-Modus" bezeichnet.

Als Konsequenz auf massive Beschwerden hat das Redmonder Unternehmen das Video von seinem IE8-YouTube-Channel und von BrowsefortheBetter.com entfernt, auch die für die IE8-Spots verantwortliche Agentur Bradley and Montgomery nahm es vom Netz. Nichtsdestotrotz macht der Spot des "Internet Explorer 8 Puke Vomit Girl" weiterhin die Runde. (vza)

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