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Microsoft zündet den Nachbrenner für SkyDrive

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Wer in Microsofts Online-Speicher SkyDrive gespeicherte Fotos anklickt, könnte sich über das ungewohnte Tempo wundern, mit dem der Webdienst diese Inhalte neuerdings ins Browserfenster befördert. Wie in einem Blogbeitrag verkündet, verwenden die Server hinter dem Dienst ab sofort den Webstandard HTML5 sowie die Stylesheet-Syntax CSS3. Laut Microsofts Projektmanager Omar Shahine verkürzen sich die Antwortzeiten damit von vormals bis zu 9 Sekunden auf nunmehr 100 bis 300 Millisekunden.

Nach eigenen Tests mit dem Internet Explorer 8 und Opera 11 unter Windows 7 sowie Firefox 3.6 unter Linux können wir die Geschwindigkeitssteigerungen bestätigen. Und das, obwohl der Internet Explorer 8 die neue HTML-Variante scheinbar nur sehr lückenhaft unterstützt und laut der Testsuite HTML5Test nur bescheidene 32 von 400 erreichbaren Punkten erzielt.

Als weitere Neuerung setzt SkyDrive zudem auf CSS3-Stylesheets und baut Thumbprints der abrufbaren Fotos mit dem maßgeblichen Höhe/Breite-Verhältnis in seine Übersichtsseite ein. Dabei bringt es die Bildchen so gut wie möglich auf der verfügbare Fläche unter. Wenn man die Abmessungen des Browserfensters verändert, passt sich das Arrangement der Thumbprints automatisch an.

Anfang Juni hatte Microsoft SkyDrive außerdem um die Fähigkeit erweitert, ohne Bedarf an zusätzlich installierbaren Browsererweiterungen auch mit hochgeladenen Videos umzugehen und Fotos etwa von einem Windows-Smartphone aus per E-Mail sowie Instant Messenger zu veröffentlichen. Auf Android-Smartphones machen sich die beschriebenen Neuerungen nicht bemerkbar; auf dem iPhone ist SkyDrive nach wie vor nicht nutzbar. (hps)