Microsofts Deutschlandchefin: "Super-Zukunftsmodell" Microsoft-Cloud

Sabine Bendiek hat auf einer Veranstaltung in Berlin den erfolgreichen Start der Microsoft-Cloud gemeldet. Das rechtlich abgesicherte "Daten-Treuhandmodell" werde dafür sorgen, dass Deutschland bei der Nutzung von Cloud-Diensten rasch aufholt.

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Sabine Bendiek

Sabine Bendiek

(Bild: heise online / vbr, Archiv)

Von
  • Detlef Borchers

Seit acht Wochen bietet Microsoft gemeinsam mit T-Systems seinen Unternehmenskunden eine deutsche Cloud an. Auf der Veranstaltung Microsoft Insight hat Microsofts Deutschland-Chefin Sabine Bendiek ein erstes Fazit gezogen. Die Cloud, auf deren Datenbestände Microsoft-Mitarbeiter keinen Zugriff haben und deutsche Behörden nur mit einem richterlichen Beschluss, komme bei den Kunden gut an und sei ein "Super-Zukunftsprojekt". Das rechtlich abgesicherte "Daten-Treuhandmodell" werde dafür sorgen, dass Deutschland bei der Nutzung von Cloud-Diensten rasch aufholt.

Bendiek, deren Karriere bei Nixdorf Computer begann, erinnerte daran, dass die Geschichte der IT-Industrie "voll von Leichen" ist. Zahlreiche IT-Firmen mussten aufgeben, weil sie eine "Abbiegung" verpassten, einen Trend nicht richtig erkannten. Derzeit befinde man sich mitten in einer Transformationwelle namens Cloud, in der Angebote wie die deutsche Microsoft-Cloud wichtig seien. Bendiek machte keine Angaben darüber, welche deutschen Firmen einen Stellplatz in dieser Cloud erworben haben. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde Thyssen Krupp Aufzüge genannt, die den gesamten Wartungs- und Notrufsdienst mit Microsoft-Software über Microsofts Cloud abwickeln.

Die Werbung, die Microsoft auf der CeBIT 2015 für das digitale Wirtschaftswunder gemacht hatte, werde Microsoft zur diesjährigen CeBIT fortsetzen, sagte Bendiek. Dazu habe seien zahlreiche Showcases mit "Wirtschaftswundermachern" wie Digitalstrom, Forwerts Results oder Objektkultur vorbereitet. Auch Microsoft müsse sich ständig neu erfinden, vor allem in der hierarchielosen Organisationsstruktur, in der mobile Teamarbeit eine herausragende Rolle spiele. Zum Ausdruck komme dies im neuen deutschen Microsoft-Hauptquartier bei München, das im Sommer fertiggestellt werde. Dort werden Microsoft-Mitarbeiter keine eigenen Schreibtische mehr haben. (anw)