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Mignon-Akku vergisst nicht

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Mit der "eneloop" stellt Sanyo (CeBIT Halle 1 Stand C51) eine Akkumulatoren-Serie vor, die ihre Ladung nicht innerhalb kurzer Zeit von selbst verliert – bislang ein nicht zu unterschätzender Nachteil herkömmlicher NiMH-Akkus. Selbst nach einem Jahr Lagerung soll die Ladung noch 85 % des Nennwertes betragen – übliche NiMH-Zellen sind dagegen schon nach wenigen Monaten völlig leer.

Selbstentladung ist ein Effekt aller Batterietypen, allerdings ist er bei wiederaufladbaren Zellen besonders ausgeprägt. Er bewirkt, dass die Batterie ihre elektrische Ladung im Laufe der Zeit von selbst verliert, ohne dass sie benutzt wird. Dieser Effekt war bisher so stark, dass ein Einsatz von NiMH-Zellen bei Anwendungen mit sehr niedrigem Stromverbrauch (wie TV-Fernbedienungen oder Uhren) nicht sinnvoll war.

Die umweltfreundliche eneloop-Batterie kommt aufgeladen zum Verbraucher, und der kann sie ohne Nachladen frisch aus der Verpackung einsetzen. Sanyo betont, dass die minimale Selbstentladung nicht durch andere Nachteile erkauft wird, auch ihr Verhalten bei Hochstromentnahme (Digitalkamera-Blitz) oder bei niedrigen Temparaturen soll tadellos sein. Sanyo wird zwar "optimierte" Ladegeräte für die eneloop anbieten, jedoch kann sie mit jedem modernen Ladegerät für NiMH-Zellen aufgeladen werden. Die Akkus sollen in den Bauformen Mignon (AA, 2000 mAH) und Micro (AAA, 800 mAh) im Sommer auf den Markt kommen. (cm)