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Mikro-Kühler für Prozessoren

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Wissenschaftler der University of California haben es geschafft, eine Art Peltier-Kühlelement direkt auf Silizium-Schaltkreise aufzubringen. Die nur 40 Mikrometer großen thermoelektrischen Kühler sollen die Betriebstemperatur eines Chips um bis zu sieben Grad Celsius senken können. Durch die neuartige Technik will man empfindliche Bauteile ("Hot Spots") noch effektiver vor Überhitzung schützen können.

Der thermoelektrische Effekt wurde zum ersten Mal 1834 von dem französischen Physiker Jean Peltier beschrieben. Der Peltier-Effekt äußert sich in einem Stromkreis, der aus zwei verschiedenen Leitern bzw. Halbleitern besteht: Fließt der Strom in eine Richtung, so findet auf einer Seite der Kontaktstelle zwischen den beiden Leitern bzw. Halbleitern eine Abkühlung statt, während sich die andere Seite erwärmt.

Die Forscher der kalifornischen Universität verwendeten als Halbleiter eine Silizium-Germanium-Legierung, die direkt auf das Die aufgebracht wurde. Beim Anlegen einer Spannung erzielten die Elemente dann den gewünschten Kühleffekt. Die Wissenschaftler rechnen sich gute Chancen für den Massenmarkt aus, da sich die von ihnen entwickelte Technik problemlos in heutige Produktionsprozesse eingliedern lassen soll. (dal)