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Militärforschung: DARPA veröffentlicht Open-Source-Verzeichnis

Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) hat von ihr geförderte, frei verfügbare Software in einem zentralen Online-Register zusammengefasst und so einfacher zugänglich gemacht.

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Die militärische US-Forschungseinrichtung DARPA hat mit einem "Open Catalog" eine Online-Sammelstelle für Open-Source-Programme, offene Daten, experimentelle Details und zugehörige Publikationen geschaffen. Damit ist nach eigenen Angaben Forderungen aus der Entwicklergemeinde nachgekommen. Das Verzeichnis hat derzeit rund 100 Einträge, die überwiegend auf Werkzeuge für die Auswertung großer Datenmengen ("Big Data") nebst zugehöriger Lizenzen verweisen.

Die verzeichnete Software stammt vor allem von US-Universitäten oder Rüstungs- und Spezialfirmen, mit denen die Pentagon-Behörde zusammenarbeitet. Darunter ist unter anderem das Projekt Vowpal Wabbit, das schnell lernende Algorithmen und Optimierungsmöglichkeiten dafür bereithalten soll. Zu seinen ursprünglichen Förderern zählen Forschungseinrichtungen von Microsoft und Yahoo.

Die DARPA, unter dessen Ägide ein Vorläufer des Internets das Licht der Welt erblickt hat, investiert seit Jahrzehnten in Grundsatz- und Anwendungsforschung in sämtlichen Bereichen der Computerwissenschaften und Informatik. Viele der dabei entstehenden Programme sind frei verfügbar.

Mit dem Katalog verknüpft die Einrichtung nun die Hoffnung, dass sie die Zahl der Experten vergrößert, die rasch relevante Software für die Regierung entwickeln und dazu auf die bestehenden Errungenschaften zurückgreifen können. Daneben steht der Wunsch, dass die Forschergemeinde einzelne Elemente der freigegebenen Programme genauer untersucht und sie gegebenenfalls in eigene Angebote oder Komponenten dafür übernimmt. Bei entsprechendem Zuspruch verspricht die DARPA, weiteren Code und mehr Artikel in das Verzeichnis einzustellen. (Stefan Krempl) / (mho)

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