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Milliarden-Deal: PayPal will Mobil-Bezahldienst iZettle übernehmen

PayPal will sich den Bezahldienst iZettle schnappen, um sein Geschäft weiter auszubauen. Der von iZettle geplante Börsengang ist damit wohl hinfällig.

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Milliarden-Deal: PayPal will Mobil-Bezahldienst iZettle übernehmen

Der Bezahldienst iZettle ist vor allem für seine mobilen Kartenlesegeräte bekannt, die von kleinen Händlern eingesetzt werden.

(Bild: iZettle)

PayPal will mit dem Kauf des schwedischen Mobil-Bezahldienstes iZettle seine bislang größte Übernahme wagen. 2,2 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 1,9 Milliarden Euro, lässt sich die ehemalige eBay-Tochter die Transaktion kosten, wie PayPal-Chef Dan Schulman dem Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag bestätigte.

iZettle hat sich wie der US-Rivale Square mit mobilen Kartenlesegeräten einen Namen gemacht, mit denen auch kleinere Händler wie etwa Marktstände oder Food-Trucks Kreditkartenzahlungen entgegennehmen können. Durch den Zukauf baut PayPal seine Präsenz in diesem Geschäft kräftig aus und expandiert zugleich in Europa und Lateinamerika, wo iZettle stark vertreten ist.

Es habe in vieler Hinsicht perfekt zusammengepasst, sagte Schulman gegenüber Bloomberg. iZettle rechne 2018 mit Erlösen von rund 165 Millionen US-Dollar und einem abgewickelten Zahlungsvolumen von etwa sechs Milliarden US-Dollar. Die Firma wurde 2010 in Stockholm gegründet. PayPal, das bis Mitte 2015 zu eBay gehörte, ist bei Online-Zahlungen führend und war an der Börse zuletzt über 94 Milliarden US-Dollar wert.

Der Zeitpunkt der Übernahme ist bemerkenswert. Denn iZettle hatte erst vor wenigen Tagen einen Antrag für einen Börsengang eingereicht, der dem Unternehmen zu einer Bewertung von rund 1,1 Milliarden US-Dollar 227 Millionen einbringen sollte. Dass Firmen vor dem Börsendebüt weggekauft werden, ist allerdings nicht ungewöhnlich, wenn die Alteigentümer auf diesem Weg mehr Geld machen können. (dpa) / (olb)

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