Minecraft Marketplace: Entwickler dürfen ihre Kreationen verkaufen

Im Minecraft Marketplace können unabhängige Entwickler ihre Klötzchen-Kreationen der Spielerschaft zum Kauf bereitstellen. Wer Inhalte anbieten will, muss allerdings zuerst ins Partner-Programm akzeptiert werden.

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Von
  • Daniel Herbig

Minecraft-Spieler können Gebäude, Städte und ganze Welten nicht nur selbst bauen - sie können diese Inhalte auch herunterladen. Talentierte Designer, Entwickler und Modder stellen teilweise aberwitzige Kreationen und Abenteuer zum Download bereit. Damit können sie bald direkt Geld machen: Microsoft hat den Minecraft Marketplace angekündigt, der für genau solche herausragenden Schöpfungen gedacht ist. Im Frühjahr geht der Store an den Start.

Im Marketplace können die Entwickler von Minecraft-Zusatzinhalten ihre Inhalte direkt den Spielern anbieten, laut Bloomberg dürfen sie den geforderten Betrag dabei selbst festlegen. Der "größte Teil" der Einnahmen aus einer Transaktion nach dem Abzug der jeweiligen App-Store-Gebühr (laut Microsoft etwa 30 Prozent) soll an die Creators selbst gehen. Der Minecraft Marketplace ist für Windows, iOS und Android verfügbar, eine Konsolenfassung wurde nicht angekündigt. Einmal gekaufte Inhalte werden im Xbox Live Account gespeichert und können plattformübergreifend benutzt werden. Die Transaktionen werden mit einer neu geschaffenen Währung namens "Minecraft Coins", die mit Echtgeld erworben werden, abgeschlossen.

Nicht jeder kann im Minecraft Marketplace Inhalte anbieten: Verkäufer müssen vorher ins Minecraft Partner Program akzeptiert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt nennt Microsoft nur neun solche Partner: Noxcrew, BlockWorks, Qwertyuiop The Pie, Blockception, Sphax, Eneija Silverleaf, Imagiverse, Polymaps und Razzleberry Fox - allesamt in der Community bekannte und verdiente Entwickler-Gruppen. Jede im Minecraft Marketplace eingestellte Mod wird auf Qualität und Sicherheit geprüft, bevor sie zum Kauf freigeschaltet wird.

Kostenpflichtige Zusatzinhalte für Spiele sind ein heißes Pflaster. Für Aufsehen sorgte vor zwei Jahren die Spiele-Plattform Steam, als sie es Mod-Autoren ermöglichte, ihre Erweiterungen für das Rollenspiel "The Elder Scrolls 5: Skyrim" gegen Geld anzubieten. Nach heftiger Kritik aus der Community wurde dieses Feature nach kurzer Zeit wieder gestrichen. (dahe)