Mini-Linux Tiny Core erreicht neuen Meilenstein

Während die Version mit grafischer Oberfläche in eine elf MByte große ISO-Datei passt, verringert die Variante ohne X-Server den Umfang der winzigen Linux-Distribution um weitere drei MByte.

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Von
  • Alexandra Kleijn

Hauptentwickler Robert Shingledecker hat seine Mini-Distribution Tiny Core Linux in Version 2.0 freigegeben. Das System begnügt sich mit 10 MByte Plattenplatz und packt darin neben einem Kernel 2.6.29.1, die GNU C Library Glibc, die BusyBox-Toolsammlung und ein grafisches System auf der Basis von Tiny X und dem ultraschlanken Window-Manager JWM. Das Kompakt-Linux läuft komplett im Arbeitsspeicher und lässt sich via zwei Online-Repositories um weitere Komponenten ergänzen.

Zusammen mit Tiny Core Linux 2.0 hat Shingledecker, der zuvor eine wichtige Rolle bei Damn Small Linux (DSL) spielte, mit Micro Core Linux 2.0 auch eine Variante ohne X freigegeben. Diese verringert den ohnehin schon sehr minimalen Speicherbedarf auf gut sieben MByte. Mit Hilfe sogenannter Core Elements, einer Sammlung von SquashFS-Systemkomponenten, die vor den Erweiterungen geladen werden, lässt sich Micro Core auf den Funktionsumfang von Tiny Core anheben. (akl)