Mini-Linux mit kurzer Bootzeit

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Tausende Arbeitsstunden vergehen jedes Jahr ungenutzt, weil Büroarbeiter darauf warten müssen, bis ihre Rechner hochgefahren sind. Eine Software namens Presto soll nun eine Alternative für alle Entnervten bieten. Auf der Demo-Konferenz im kalifornischen Palm Desert erstmals einem größeren Publikum vorgestellt, ist sie eines von gleich mehreren Produkten, die dafür sorgen sollen, dass die Menschen schneller mit ihren PCs arbeiten können.

Mitspieler auf dem Markt sind unter anderem Intel, HP und DeviceVM, die Bootzeiten von weniger als 30 Sekunden, manchmal sogar nur 10, versprechen. Das Neue an Presto: Die Software muss nicht in einem Flash-Speicher auf dem Mainboard enthalten sein, sondern kann auf jedem handelsüblichen Rechner installiert werden, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Wird ein Presto-Computer angeschaltet, hat der Nutzer zunächst die Option, ob er Windows oder Presto laden will. Entscheidet er sich für letzteres, ist das System in wenigen Sekunden verfügbar. Es erscheint eine Taskleiste und Icons für verschiedene Anwendungen, darunter ein Browser, eine Instant-Messaging-Anwendung und die Internet-Telefonielösung Skype. Will der Nutzer zu Windows wechseln, kann er sich aus Presto ausloggen und die Maschine ganz normal starten.

Eine Beta-Version der Software ist im Web verfügbar, im April wird sie dann für 19,95 Dollar verkauft. Die Idee dahinter stammt von Xandros, dessen Linux-Derivat für Presto genutzt wird. Der Hersteller verspricht passende Treiber für jeden handelsüblichen PC.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

Siehe dazu auch:

  • Presto im heise Software-Verzeichnis

(bsc)