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Mini-PC im Stick-Format mit Ubuntu 14.04 LTS

Intels "Compute Stick" soll ab nächster Woche für zirka 130 Euro in einer Linux-Version erhältlich sein. Die enthält aber auch weniger RAM und Flash-Speicher als die teurere Windows-8.1-Variante.

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Mini-PC Intel Compute Stick

Intels Compute Stick kommt bald auch mit vorinstalliertem Linux: Ubuntu 14.04 LTS.

Winzige x86-Computer im HDMI-Stick-Format finden große Beachtung, obwohl sie vergleichsweise lahm rechnen und extrem knapp ausgestattet sind. Zu den zahlreichen HDMI-Sticks mit Windows 8.1 gesellt sich nun bald eine billigere Linux-Variante, nämlich Intels Compute Stick mit Ubuntu 14.04 LTS. Er trägt die Typennummern STCK1A8LFC oder BOXSTCK1A8LFC und kann bei Versandhändlern bereits vorbestellt werden, und zwar laut heise-Preisvergleich ab etwa 120 Euro.

Der im Vergleich zum Compute Stick mit vorinstalliertem Windows 8.1 deutlich niedrigere Preis geht auch mit Abstrichen bei der Hardware einher – an die Hersteller solcher Mini-Rechner verschenkt Microsoft Windows mit Bing ohnehin fast. Intel lötet auf die Platine des Ubuntu-Sticks jedenfalls bloß 1 GByte RAM und 8 GByte Flash-Speicher, beim Windows-Stick sind es 2 GByte RAM und 32 GByte eMMC-Flash. Bei beiden Rechnerlein kann man zusätzlichen Flash-Speicher mit einer Micro-SD-Karte nachrüsten.

nachgehakt: Was taugt ein Windows-PC im HDMI-Stick?

Knappe Rechenleistung

Im Compute Stick steckt ein winziger Lüfter, der im c't-Test der Windows-Version aber erst bei höherer Last rotierte. Vermutlich ist es die zusätzliche Kühlung, die den Compute Stick beim Abspielen von HD-Videos seltener ruckeln ließ als einen sonst sehr ähnlichen, aber lüfterlosen HDMI-Stick mit Atom Z3735F.

Der Compute Stick passt in eine Hand, allerdings sieht er ohne das Micro-USB-Kabel, welches ihn mit Strom speist auch schlanker aus.

Ob die Rechenleistung des Atom-SoC zum Abspielen von HD-Videos unter Ubuntu 14.04 LTS reicht, müssen Tests zeigen. Die CPU-Kerne sind dazu zu schwach, aber ein Hardware-Video-Decoder ist an Bord – er braucht allerdings passende Treiber.

Canonical weist in einem Blog-Eintrag ausdrücklich darauf hin, dass die 64-Bit-Version von Ubuntu 14.04 LTS vorinstalliert sein wird. Bei Windows 8.1 ist es bloß die 32-Bit-Version, weil Intel die billigsten Tablet-Versionen des Atom nur mit einem 32-Bit-UEFI-BIOS ausliefert. Welche Firmware im Ubuntu-Stick steckt, ist derzeit noch unbekannt.

Zubehör

Beide Compute-Stick-Versionen enthalten WLAN- und Bluetooth-4.0-Adapter. Zum Anschluss von Peripheriegeräten gibt es einen USB-2.0-Port; USB 3.0 fehlt. Intel liefert ein 5-Volt-Netzteil mit 2 A Belastbarkeit mit, das man an die Micro-USB-Buchse anschließt. Auch ein kurzes HDMI-Verlängerungskabel legt Intel bei, falls der Stick sonst nicht in die Buchse passt. Mit einem Adapter passt er auch an längere HDMI-Kabel.

Als typische Einsatzbereiche des Compute Stick erwähnt Intel die Nutzung etwa als Thin Client, Streaming Client (beispielsweise mit Kodi, früher Xbmc) oder Digital-Signage-Player. Er soll sich aber auch für einfache Büroarbeiten eignen. (ciw)

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