Mini-PCs: Intel-NUCs mit 10-nm-Prozessoren Tiger Lake kommen wohl noch 2020

Mit an Bord sind laut Gerüchten HDMI 2.1, 2,5-Gigabit-Ethernet und PCI Express 4.0. Die Extreme-Variante soll mit einer GeForce-GPU von Nvidia laufen.

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(Bild: FanlessTech )

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Intel entwickelt einem Medienbericht zufolge zwei neue Mini-PCs. In den sogenannten Next Units of Computing (NUCs) sitzen demnach Intels Tiger-Lake-Prozessoren aus der dritten 10-Nanometer-Generation, die auf Ice Lake (Core i-1000G) folgen und in den NUCs stets 28 Watt aufnehmen dürfen.

Erste Spezifikationen und Bilder zu Intels NUC-11-Serie kommen von der Webseite FanlessTech. Laut ihr löst das neue Mainstream-Modell Panther Canyon den derzeitigen NUC-10-PC Frost Canyon ab, in dem Comet-Lake-U-Prozessoren mit bis zu sechs Rechenkernen und 14-nm-Technik stecken. Bemerkenswert sind die Nennung von PCI Express 4.0 x4 für eine NVMe-SSD, ein HDMI-2.1-Anschluss und Unterstützung für DDR4-3200-RAM (max. 2 × 32 GByte per SO-DIMMs). Der Ethernet-Anschluss soll standardmäßig 2,5 Gigabit pro Sekunde übertragen (NBase-T).

Mehr Leistung bietet laut FanlessTech der NUC-11-Extreme-PC alias Phantom Canyon, der in die Fußstapfen des NUC 8 Extreme (Hades Canyon) von Anfang 2018 tritt. Demnach setzt Intel erneut auf eine Kombination aus eigenem Prozessor und zugekauftem Grafikchip. Die Rede ist von einer "Third Party GPU" – infrage kämen dafür AMD und Nvidia. Eine frühere Intel-Präsentation zeigte die GeForce GTX 1660 Ti und GeForce RTX 2060 als mögliche Optionen. Im NUC 8 Extreme saß ein Intel-exklusiver Polaris-Vega-Hybrid von AMDs Semi-Custom-Abteilung. Eigentlich produziert Intel dieses Jahr den ersten eigenen Xe-Grafikchip DG1, der allerdings für Einsteiger-PCs gedacht ist und womöglich nicht genug Leistung bietet.

Der NUC 11 Extreme soll HDMI 2.0 statt HDMI 2.1 beherrschen und eine NVMe-SSD über PCIe 4.0 statt PCIe 3.0 anbinden. Beides könnte an dem eigenständigen Grafikchip liegen: Dieser würde die PCIe-Lanes von der CPU aufbrauchen, sodass die SSD mit einer PCIe-3.0-Verbindung zum Chipsatz auskommen müsste. Bisher verkaufen AMD und Nvidia keine GPU, die HDMI 2.1 unterstützt.

Beide NUC-PCs 11 und 11 Extreme sollen im zweiten Halbjahr 2020 erscheinen. Eine offizielle Vorstellung wäre ab Sommer 2020 denkbar, da Intel in den kommenden Monaten die Serienproduktion der Tiger-Lake-U-Prozessoren beginnt.

Intels NUC 11 Extreme alias Phantom Canyon soll größer ausfallen als der Panther Canyon, dafür aber auch deutlich mehr Grafikleistung bereitstellen.

(Bild: FanlessTech )

(mma)