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Mini-PCs für Büro und zu Hause: meist völlig ausreichend

Mini-PCs bieten genug Rechenleistung für die allermeisten Anwendungen und können oft den Tower unterm Schreibtisch ersetzen. Allerdings sind selbst Anbieter von Komplettsystemen nicht vor Konfigurationsschwächen gefeit, wie ein aktueller Test zeigte.

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Mini-PCs für Büro und zu Hause

Auf oder unter vielen Schreibtischen stehen noch immer Tower, die viel Platz wegnehmen und möglicherweise unnötig viel Energie verbraten. Dabei reichen kompakte Mini-PCs in den meisten Fällen völlig aus. Die aktuelle Generation setzt auf Intels siebte Core-i-Generation, alias Kaby Lake.

Im Unterschied zu Minis für den Heimeinsatz, die meist mit einer Dual-Core-CPU aus Intels Mobilportfolio bestückt sind, enthalten die Office-Minis Desktop-Vierkerner mit reduziertem Takt. So soll die Balance zwischen guter Rechenleistung, Abwärme und Betriebsgeräusch gewahrt bleiben. Das klappt jedoch nicht immer, wie der Test in c’t 8/17 zeigte: Unter anhaltender Volllast drehten die Kühlsysteme von Dell und HP voll auf und röhrten mit mehr als 2,5 Sone vor sich hin – komplett Büro-untauglich. Andererseits sind Minis auch nicht für solch anspruchsvolle Aufgaben gedacht. Im normalen Office-Betrieb ging es ruhig zu.

Auch bei der Wahl der SSD leisteten sich beide Hersteller einen Fehlgriff. Das 128 GByte kleine mSATA-Modell fiel im Dell OptiPlex 5050 Micro mit niedrigen Schreibraten auf: 133 MByte/s entsprechen nur Festplatten-Niveau. Die 256 GByte große Samsung PM961 im HP ProDesk 600 G3 schrieb mit bis zu 1,1 GByte/s zwar pfeilschnell, brach aber schon nach zwei Sekunden auf 330 MByte/s ein. Die Leserate pendelte sich bei konstanten 2,8 GByte/s ein, die SSD heizte sich aber innerhalb von einer Minute auf über 60 Grad auf. Nach rund zwei Minuten im Dauerlesebetrieb fror das System reproduzierbar ein, bevor ein Bluescreen erschien.

c't testete neben den Office-Minis Dell OptiPlex 5050 Micro (ab 627,56 €) und HP ProDesk 600 G3 (ab 739 €) auch die Barebones Asrock Beebox-S 7200U (ab 357,67 €) und Intel NUC7i3BNH (ab 259 €) für den Heimeinsatz.

Lesen Sie den vollständigen Test bei c't:

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