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CES

Mini-Roboter verbinden virtuelle und reale Spielewelt

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Sie sind nur wenige Zentimeter groß, folgen über Sensoren auf der Unterseite automatisch Linien und reagieren auf Farbcodes, über die sie drüberfahren, mit Lenkmanövern: Auf der CES präsentiert das Startup Ozobot eine gleichnamigen Mini-Roboter, die als Spielfiguren virtuelle und reale Spielwelt verbinden sollen.

Eine Grundidee könnte dabei beispielsweise so aussehen: Man legt ein Tablet auf den Wohnzimmertisch, auf dem ein kompliziertes Labyrinth aus Linien eingezeichent ist, einschließlich eines Starts und zweier Endpunkte. An jeder Kreuzung befinden sich Punkte, die auf Kommando ihre Farbe wechseln. Setzt man den Ozobot nun an den Start, fährt er automatisch durch das Labyrinth, wobei er sich an den Farben der Wegpunkte orientiert: In der Punkt rot, biegt er etwa nach links ab, ist er blau, vollführt er eine Rechtsdrehung. Zwei Spieler könnten nun abwechselnd die Farbe einzelner Wegpunkt ändern, mit dem Ziel, den Ozobot in ihre Zielzone zu locken.

Ozobot zeigt auf der CES, wie sich reale und viruelle Spielewelten miteinander verbinden lassen.

(Bild: Nico Jurran / heise online)

Auf der Messe demonstrieren die Entwickler, dass das Fahren auf der Linie und die Erkennung der Farbcodes schon ordentlich klappt - sowohl, wenn man ein Tablet als Spielfeld benutzt als auch bei einem Untergrund aus Pappe. Lediglich die Mischung beider Elemente (reale Karten auf dem Tabletdisplay) bringt die Miniroboter noch aus dem Takt.

Die Roboter geben über die Befehle, die sie aktuell verarbeiten, per mehrfarbiger LEDs Auskunft. Das vom Hersteller auf der Website beworbene Feature, dass die Ozobots auch unterschiedlich schnell fahren können, sahen wir bei den Vorführungen jedoch noch nicht.

Ozobot in Aktion

Die Mini-Roboter sollen ab Herbst für rund 60 US-Dollar pro Stück verkauft werden. Zuvor plant der Hersteller aber noch eine Crowdfunding-Kampagne über Kickstarter – obwohl die Entwicklung nach eigenen Angaben eigentlich bereits abgeschlossen ist. Man sehe in diesem Schritt, erklärte ein Mitarbeiter auf Nachfrage von heise online, eher eine Möglichkeit, um Vorbestellungen zu sammeln. Zum Lieferumfang sollen mehrere Spiele-Apps sowohl für Android- als auch iOS-Geräte gehören. Zudem soll ein SDK veröffentich werden, mit denen sich weitere Spiele entwickeln lassen. (nij)