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Minister fordern mehr Transparenz bei computergestützten Entscheidungen

Die Verbraucherschutzminister der Länder sind für eine gut ausgestattete behördliche Kontrollaufsicht für algorithmengestützte Entscheidungsprozesse.

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Die Verbraucherschutzminister der Länder haben an die Bundesregierung appelliert, bei computergestützten Entscheidungen für mehr Transparenz und Schutz zu sorgen. Sie sprachen sich zum Abschluss ihrer dreitägigen Konferenz in Mainz auch dafür aus, eine gut ausgestattete behördliche Kontrollaufsicht für algorithmengestützte Entscheidungsprozesse zu schaffen. Verbraucher sollten sich gegen Fehlentscheidungen wehren können.

"Wir wollen, dass Algorithmen das Leben der Menschen erleichtern und nicht bestimmen", sagte die rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerin Anne Spiegel (Grüne) als Gastgeberin am Freitag. Von der Produktempfehlung bis zur Kreditvergabe – Entscheidungsprozesse, die auf Algorithmen basieren, hätten im Verbraucheralltag rasant zugenommen, stellt die Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) fest.

Die Bürger dürften dabei nicht einseitig benachteiligt, diskriminiert oder gar ausgeschlossen werden. Es müsse deutlich erkennbar sein, welche Datenkategorien und Kriterien zu welchem Zweck verwendet würden, und wie die Daten in die Bewertung einflössen, heißt es in dem Beschluss. (anw)