Ministerium kritisiert Online-Händler

Peter Hauk, Minister für Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, bemängelt den Verbraucherschutz in vielen Online-Shops.

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Verbraucherschutz wird bei vielen Online-Händlern nicht groß genug geschrieben - das hat der baden-württembergische Landesverbraucherminister Peter Hauk (CDU) nach einer Untersuchung von 50 solcher Internet-Läden am Montag kritisiert. Ein erster Zwischenbericht der Studie der Verbraucherschutzorganisation Euro-Info-Verbraucher e..V habe bei 80 Prozent der untersuchten Händler Mängel gezeigt. So würden Verbraucher in den Geschäftsbedingungen zum Beispiel nicht ausreichend über ihr Widerrufsrecht informiert. Nur ein einziger mittelständischer Online-Shop habe alle 60 Prüfkriterien der Untersuchung erfüllt und sei "einwandfrei".

Hauk kritisierte auch die geplante Harmonisierung des Verbraucherschutzes durch die Europäische Union. Es müsse weiter möglich sein, dass einzelne Mitgliedsstaaten über die EU-Richtlinien hinausgingen. Seit Juni berate die Online-Schlichtungsstelle bereits bei Rechtsfragen zu Internet-Einkäufen. Im April 2010 will das Ministerium auch noch ein Handbuch zum Verhalten bei Einkäufen im Internet veröffentlichen. Einen Monat früher soll die Studie komplett fertig sein und vorgestellt werden. (it)