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Missbrauchsbeauftragter fordert Maßnahmen gegen Cybergrooming

Einem Bericht des "Spiegels" zufolge plant die Regierung, Web-Plattformen beim Schutz Jugendlicher vor sexueller Anmache stärker in die Pflicht zu nehmen.

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Cybermobbing kein Massenphänomen

(Bild: dpa, Armin Weigel / Archiv)

Eine Bericht des "Spiegels" zufolge möchte die Bundesregierung den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im Internet stärker bekämpfen. "Es gibt zu wenig Forschung, zu wenig Prävention und zu wenig Handhabe, wie man Minderjährige vor sexueller Gewalt durch die digitalen Medien schützen kann", zitiert das Magazin den Missbrauchsbeauftragten Johannes-Wilhelm Rörig.

Laut Rörig ist geplant, "Anbieter sozialer Netzwerke wie Facebook und Suchmaschinenbetreiber wie Google" in die Pflicht zu nehmen, "Kinder besser vor Cybergrooming und unfreiwilliger Konfrontation mit sexuellem Bildmaterial zu schützen". Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte neue Regelungen zur Cybersicherheit angekündigt. Rörig wolle den Schutz vor sexueller Gewalt in digitalen Medien nun zu einem Schwerpunkt seiner restlichen Amtszeit machen, berichtet der Spiegel.

Cybergrooming – also die Anbahnung sexueller Kontakte mit Kindern im Internet – steigt seit Jahren an. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) stieg die Zahl der erfassten Fälle im Jahr 2015 um drei Prozent. Dabei nahm die Zahl insbesondere bei den kindlichen Tätern sogar um 16 Prozent zu. Die Zahl der männlichen Tatverdächtigen legte in allen Altersstufen zu. (hob)

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