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"Missing Link": Voyagers Botschaft für die (Außer)Irdischen

Vor genau 40 Jahren startete die erste der beiden Voyager-Sonden der NASA zur Erforschung des äußeren Sonnensystems. Neben wissenschaftlichen Instrumenten führt sie eine Botschaft für Aliens mit sich. Die richtet sich aber mindestens genauso an die Erde.

"Missing Link": Voyagers Botschaft für die (Außer)Irdischen

"Wir grüßen Euch, Ihr Großen. Wir wünschen Euch ein langes Leben" verkündet die Raumsonde Voyager 2 seit ihrem Start vor genau 40 Jahren. Die Botschaft in Zulu ("Siya nibingelela maqhawe sinifisela inkonzo ende.") ist eine von insgesamt 55 verschiedenen Sprachen aus aller Welt, die sie und ihre Zwillingssonde jeweils auf einer Platte mit sich trägt, um im All von der Menschheit zu künden. Viel mehr als die immensen wissenschaftlichen Erfolge der Mission dürfte dieser Golden Record dazu beigetragen haben, dass die Sonde zu einem kulturellen Meilenstein geworden ist und immer noch die Fantasie der Menschen anregt. Denn ist die Sonde unter anderem auch als Botschafter unserer Welt gestartet, wird sie wohl noch lange vor allem ein Botschafter an unsere Welt bleiben – was durchaus auch geplant war.

Aufgabe der Zwillingssonden Voyager 1 und 2 war es, eine seltene Konstellation im Sonnensystem auszunutzen. Wie der Raumfahrtingenieur Gary Flandro 1964 entdeckt hatte, würden die äußeren Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun Ende der 1970er Jahre so günstig stehen, dass eine Sonde sie alle besuchen könnte. Die nächste derartige Gelegenheit ergebe sich erst 175 Jahre später. Diese auszunutzen würde nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld sparen. Realisiert wurde schließlich eine zweigeteilte Mission, die sicher den Jupiter und Saturn und wenn möglich auch noch Uranus und Neptun erkunden sollte. Geplant als "Mariner Jupiter-Saturn", wurde der Name fünf Monate vor dem Start noch geändert, um den großen Veränderungen am Design der Sonden Rechnung zu tragen.

"Hallo von den Kindern der Erde."
("Hello from the children of planet Earth." – Englisch)

Voyager 2 startete am 20. August 1977 auf einer langsameren und weiteren Flugbahn zu Jupiter und Saturn. Voyager 1 folgte dann am 5. September und nahm einen kürzeren und schnelleren Weg. Während Voyager 2 dann an den beiden Gasriesen in Richtung Uranus und Neptun Schwung holte, kam Voyager 1 dort eher an, wurde stärker beschleunigt und wie geplant aus der Ebene der Ekliptik geschleudert. Mit fast 65.000 Kilometern pro Stunde rast sie derzeit dahin und ist inzwischen das am weitesten von der Erde entfernte Objekt im Sonnensystem, dessen Position bekannt ist. Zum Anfang ihrer Mission aber haben beide Fotos und Daten zur Erde geschickt, die noch heute unser Bild des äußeren Sonnensystems prägen. Noch immer senden sie beide, nun aber von der Grenze des Sonnensystems.

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