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Mit "Stormfront" geht nächste US-Neonazi-Seite offline

Erst "The Daily Stormer", nun "Stormfront": Seit dem Aufmarsch von Rechtsradikalen in Charlottesville diskutieren die USA über ihren Umgang mit Neonazis. Nun wurde bereits die zweite rechtsextreme Internetseite von Unternehmen aus dem Netz gekickt.

Mit "Stormfront" geht nächste US-Neonazi-Seite offline

Seit Charlottesville diskutieren die USA über den Umgang mit Neonazis.

(Bild: Anthony Crider, CC BY 2.0 )

Die US-Neonazi-Website "Stormfront" – eine der ältesten rechtsradikalen Internetseiten überhaupt – ist vom Netz genommen worden. Die Adresse war am Dienstag nicht mehr zu erreichen. Laut Slate sind wohl auch die E-Mail-Adressen der Betreiber betroffen, die derzeit nicht erreichbar sind. US-Medien berichteten, dass der Provider Web.com aus Florida die Seite bis auf weiteres abgeschaltet hat, nachdem die US-Bürgerrechtsorganisation "Lawyers' Committee For Civil Rights Under Law" in einem Brief darauf hingewiesen hatte, dass Stormfront die Grundsätze von Web.com verletzt. "Stormfront" war 1995 vom ehemaligen Ku-Klux-Klan Mitglied Don Black gegründet worden und gilt als eine der bekanntesten Neonazi-Seiten der USA.

"Stormfront" folgt damit offenbar der Neonazi-Seite "The Daily Stormer", die bereits Mitte August ihren Webhoster GoDaddy verloren hatte. Die Betreiber wollten daraufhin auf die Server von Google ausweichen, aber auch der Internet-Gigant lehnte den Domain-Umzug ab. Derzeit ist die Seite nicht mehr im Internet, sondern nur noch über das Tor-Netzwerk zu erreichen, weil sie durch eine Entscheidung des CEOs von Cloudflare auch den Schutz vor DDoS-Attacken verloren hat. Auf "The Daily Stormer" war kurz nach den Ausschreitungen in Charlottesville (US-Staat Virginia) jene Frau massiv verunglimpft worden, die dort wohl Opfer eines Anschlags eines Rechtsradikalen wurde und getötet wurde.

(mho)

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