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Mit Waffen auf Instagram – Polizei prüft Verdacht gegen Beamten

Ein Polizist hat auf Instagram ein Foto geteilt, auf dem mehrere Beamte in Uniform und mit Waffen posieren. Der Fall soll nun geprüft werden.

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(Bild: Ink Drop/Shutterstock.com)

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Wegen der Veröffentlichung eines Fotos im Internet, auf dem fünf Polizisten unter dem Titel "terrorsquad" ("Terrorgruppe") mit Waffen posieren, hat die bayerische Bereitschaftspolizei eine interne Prüfung des Falls angekündigt. "Allen Anschein nach" habe ein junger Beamter das Bild während einer Ausbildungsübung vor einigen Jahren gemacht und vor wenigen Tagen auf seinem privaten Instagram-Profil veröffentlicht, sagte ein Sprecher in Bamberg.

Auf dem Foto, das inzwischen beim Kurznachrichtendienst Twitter kursiert, sind fünf Männer in grünen Polizeiuniformen zu sehen, die mit Pistolen und Maschinenpistolen vor einem Einsatzwagen posieren. Die Waffen auf dem Bild seien echt, aber mit einem Stöpsel im Lauf gesichert gewesen, erklärte der Sprecher. Der Beamte, der das Foto gepostet und kurz darauf wieder gelöscht hatte, sei derzeit im Urlaub und werde erst nach seiner Rückkehr befragt. Ob und was für Konsequenzen ihm drohen, steht nach Angaben des Sprechers erst nach der Prüfung fest.

Die bayerische Polizei trägt seit wenigen Jahren blaue Uniformen. Daher gehen die Ermittler davon aus, dass das Bild älter ist. Die Bereitschaftspolizei distanziere sich ausdrücklich von der Aufnahme, betonte der Sprecher.

In Berlin hatte die Polizei hatte erst kürzlich angekündigt, private Fotos von Polizisten im Internet zu überprüfen. Es geht um die Dienstpflicht der Beamten, aber auch um eventuelle Werbeeinnahmen. Anders sieht es bei einem Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz aus, da zeigen sich Instagram-Polizisten als digitaler Freund und Helfer. Über den Kanal soll die Arbeit der Beamten transparenter werden. (emw)