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Mit Wettbewerb und Party gegen Software-Patente

Gegen die umstrittene Patent-Richtlinie der EU ruft die Essener Linux User Group (ELUG) zum Patentverletzungsprogrammierwettbewerb auf. Der Wettbewerb ist Teil der Kampagne, mit der die Entwickler von freier Software durch "Galgenhumor und sachliche Information" auf die Bedrohung durch die Software-Patente hinweisen wollen. "Freie Software wird das erste Opfer sein, aber nicht das einzige," erklärt Peter Gerwinski von elug. "Software-Patente werden die Monopolisierung des Software-Marktes weiter zuspitzen und der europäischen Software-Wirtschaft immensen Schaden zufügen."

Scharf kritisieren die Organisatoren, die eine Patent-Party am 28. 12. in Berlin im Rahmen des 19. Chaos Communication Congress organisieren, besonders die Haltung der Bundesregierung. "Obwohl sich über 130.000 Einzelpersonen und 400 Firmen, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, die deutsche Monopolkommission und andere Organisationen dafür aussprechen, Software auch weiterhin von der Patentierbarkeit auszunehmen, betätigt sich die deutsche Bundesregierung in Brüssel als Vorreiter der Patentierbarkeit von Rechenregeln und sogar Texten", heißt es in einer Erklärung.

"Wer als Software-Entwickler die Begründung der EU-Kommission für den Richtlinienentwurf liest, muss glauben, er habe einen schlechten Scherz vor sich", ärgert sich Gerwinski. Dem wolle sich seine Gruppe mit besseren Humor entgegensetzen. Der Gewinner des Programmierwettbewerbs soll auf der Patent-Party bekanntgegeben werden. (tol)

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