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Mit eBay zur Ich-AG

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Das Internet-Auktionshaus eBay sichert mehr als 10.000 Menschen in Deutschland den Lebensunterhalt, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrer Ausgabe vom heutigen Montag. Die Zeitung beruft sich dabei auf Aussagen des Vorsitzenden der Geschäftsführung von eBay Deutschland, Philipp Justus.

eBay Deutschland zähle zwar nur 550 Mitarbeiter, meinte Justus gegenüber dem Blatt, aber mehr als 10.000 Gewerbetreibende bestritten ihren Lebensunterhalt ausschließlich mit Einnahmen aus den Auktionen bei eBay. Einige der 5000 besonders aktiven Verkäufer, die so genannten Powerseller, beschäftigten sogar Angestellte. Die Powerseller kauften ihre Waren häufig zu günstigen Konditionen bei Großhandelshäusern ein und versteigerten sie dann Gewinn bringend bei Ebay. Auch Direktimporte aus Asien sind laut Justus keine Besonderheit mehr. Neben Fachhändlern, die eBay als zweiten Vertriebskanal in Ergänzung zu ihrem Ladengeschäft nutzten, gebe es seit dem vergangenen Jahr auch etliche Insolvenzverwalter, die Konkursmassen per eBay-Auktion unter die Leute brächten. Aber nicht jeder eBay-Händler verdingt sich legal: Auch Diebesgut kam bereits zur Versteigerung.

Bislang erzielt eBay Deutschland nach Angaben von Justus den Hauptanteil des Umsatzes noch durch Privatnutzer und kleine Gewerbetreibende. Professionelle Händler hätten nur einen Anteil von fünf Prozent am Gesamterlös. Doch die Powerseller holten kräftig auf, stellt Justus fest. Der Verkauf über die Auktionsplattform sei sehr lukrativ -- nirgendwo sonst gebe es mehr Käufer als bei eBay. Mehr als 14 Millionen Menschen hätten alleine im Juni die Homepage besucht. Wer mehr über den Handel bei eBay erfahren und sich bei der Gelegenheit mit Gleichgesinnten austauschen möchte, der kann etwa am 27. September zum Mitgliedertreffen eBay live im Berliner Tempodrom gehen. (ola)