Mit Überwachungskameras gegen Parksünder

In bestimmten Bereichen dürfen britische Kommunen nun Falschparker aus der Ferne aufspüren und den Budßgeldbescheid mit der Post versenden.

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Von
  • Florian Rötzer

Großbritannien hat bekanntlich die höchste Dichte an Überwachungskameras. Da sie überwiegend in innerstädtischen Bereichen stehen, hat sich nun die Regierung eine neue Verwendungsmöglichkeit ausgedacht, die vielleicht auch ein wenig zur Refinanzierung beiträgt: Ab März dürfen 31 Kommunen auch Überwachungskameras einsetzen, um Parksünder aus der Ferne zu entdecken, berichtet die Times.

Vorerst – darf die Polizei die Fernüberwachung nur in Gebieten einsetzen, in denen es zu schwierig ist, vor Ort die Strafzettel auszuteilen. Damit sind dicht befahrene Straßen oder Kreuzungen gemeint. Die Fahrer werden erst dann über ihr vermeintliches Vergehen informiert, wenn der Bußgeldbescheid per Post kommt. Das kann bis zu 14 Tagen dauern, was einen Einspruch erschweren könnte. Bislang werden über die Hälfte der Einsprüche gegen Bußgeldbescheide wegen Falschparkens gewonnen. Polizeihostessen werden künftig "civil enforcement officers" genannt und dürfen die Bußgeldbescheide auch dann verschicken, wenn sie keine Zeit haben, diese an den Fahrzeugen anzubringen oder sie dem Fahrer direkt zu übergeben, wie dies bislang der Fall war. Zumindest offiziell darf nicht mehr vorgeschrieben werden, wie viele Strafzettel mindestens verteilt werden sollen. (fr)