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Mitarbeiter halten KPNQwest-Netz aktiv

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Das Netzwerk des insolventen niederländischen Internet-Carriers KPNQwest funktioniert noch immer, obwohl die Konkursverwalter am Freitagabend ihr Bemühen um Aufrechterhaltung des Betriebs eingestellt hatten. Lediglich in Deutschland habe es am Sonntag eine kurze Störung gegeben, sagte Konkursverwalter Eddie Meijer gegenüber dpa. Entlassene Mitarbeiter hielten das Netz in Gang, um die Bedingungen für den Verkauf des Netzwerks zu verbessern.

Angeblich wollen die Angestellen des niederländischen Network Operation Center (NOC) den Betrieb auch ohne Bezahlung so lange aufrecht erhalten, bis ein Käufer für die Besitztümer von KPNQwest gefunden wurde. Außerdem sind nach Angaben der Konkursverwalter Drohungen des Energielieferanten Nuon, die Stromlieferung einzustellen, bislang nicht verwirklicht worden. Am Dienstag wollen Konkursverwalter aus mehreren europäischen Ländern in Amsterdam über Möglichkeiten zum Verkauf des Netzes oder Teilen davon verhandeln; die deutsche Tochter würde sogar am liebsten unter Übernahme des Euroring 3 als eigenständige Gesellschaft weiterarbeiten.

Auf Initiative des früheren KPNQwest-Vizepräsidenten Ewout Mogendorff soll die niederländische Investorengruppe Trimoteur zusammen mit anderen Ex-Mitarbeitern Interesse an einer Übernahme angemeldet haben. Die Zeit zur Entscheidung dränge, da am Mittwoch in Frankreich eine juristische Frist ablaufe, verlautete in der Zentrale des verschuldeten Unternehmens. In der Vergangenheit waren das US-Unternehmen AT&T sowie der Mutterkonzern KPN als wichtige Interessenten für das Kabelnetz genannt worden.

Zur Entwicklung der Situation bei KPNQwest siehe auch:

There’s an English article about KPNQwest’s bankruptcy available with some background information from prior German articles: KPNQwest Files For Bankruptcy. (jk)

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