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Satelliten: Per Mitflug-Transport ins All

Wer einen Satelliten in eine Umlaufbahn bringen will, muss keine eigene Rakete mehr dafür buchen. Stattdessen werden zunehmend geteilte Starts organisiert.

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(Bild: SpaceX)

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Bei Raketen-Starts vor allem für den Transport von Satelliten hat eine grundlegende Veränderung begonnen. Zunehmend buchen nicht mehr einzelne Kunden einen der teuren Starts für sich allein, sondern Raketen-Betreiber erstellen im Voraus Pläne für Starts, bei denen dann Kapazität gebucht werden kann, bis der gesamte Platz vergeben ist. SpaceX hat bereits eine solche Mitflug-Mission für nächsten März geplant und will diese künftig einmal pro Monat anbieten. Ähnlich plant die multinationale Weltraumfirma Arianespace für Mai 2020 eine Mitflug-Mission in eine niedrige Erdumlaufbahn, berichtet Technology Review online in "Fahrplan ins All für Satelliten".

Mitflug-Starts sind keine vollkommen neue Idee. Die Nasa hat seit fast 30 Jahren ihre eigene Version davon, die mit dem Space-Shuttle begonnen hat. Doch bei ihr bedeutet Mitfliegen meist nur, dass kleinere Lasten zusätzlich zu größeren Missionen mitgenommen wurden, deren Startkosten schon bezahlt waren. Mittlerweile aber sind viele kleine Satellitenfirmen entstanden, was die Anbieter von Transportkapazität dazu gebracht hat, die Wirtschaftlichkeit von vielen kleinen Lasten auf einer gemeinsamen Mission mit geteilten Kosten zu prüfen.

Für die Kunden hat dieses Modell Vorteile. "Satelliten-Anbieter nehmen gern Mitflüge, weil sie dann besseren Service bekommen", sagt Charles Swenson, Raumfahrtingenieur an der Utah State University. Sie können ihre Satelliten an bestimmten "Haltestellen" entlang der Route der Mission aussetzen lassen, haben mehr Einfluss auf die Missionsstrategie und bessere Chancen, Sonderwünsche erfüllt zu bekommen. Am stärksten dürften sich geteilte Starts auswirken, wenn es darum geht, Satelliten einfacher und billiger in höhere und längere Umlaufbahnen zu bekommen. Denn bei traditionellen Starts ist es kaum möglich, Lasten direkt in Regionen wie den geostationären Orbit in knapp 36.000 Kilometern Höhe zu bringen.

Mehr dazu bei Technology review online:

(sma)