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Mobil, vernetzt und von Microsoft

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Sie sind klein, sie sind leicht, sie haben ein großes Farbdisplay und reihen sich hervorragend in Microsofts .NET-Strategie ein, aber vor Ende des Jahres wird man sie nicht kaufen können: die neuen Smartphones mit Microsofts Stinger-Betriebssystem. Auf einer Pressekonferenz durften Journalisten heute Prototypen und Vorserienmodelle von Samsung (links), Sendo (rechts) und HTC bestaunen.

Während das bereits gestern vorgestellte und angeblich schon im Sommer verfügbare MultiMobile von Siemens (Mitte) jetzt offenbar Andromeda heißt und in Wirklichkeit ein mit Handyfunktionen und GPRS aufgewerteter Pocket PC ist, wollen die anderen Geräte vor allem eins sein, das "am einfachsten zu bedienende Multimedia-Handy".

Die Stinger-Smartphones sollen eine besonders stromsparende Version von Windows CE nutzen und damit Stand-by-Zeiten von über 100 Stunden erreichen – und das trotz eines 208 x 240 Pixel großen Farbdisplays. Im Unterschied zu den Pocket PCs werden die Geräte einhändig über Tasten und Drehrädchen bedient und nicht per Stift. Als Texteingabemethode kommt vermutlich T9 zum Einsatz.

Hinsichtlich Verfügbarkeit und Preisen hält sich Microsoft noch bedeckt: "Wir werden auf den Markt kommen, wenn die Geräte zu einem vernünftigen Preis produzierbar sind, auf jeden Fall aber noch vor Jahresende", erklärte Vizepräsident Juha Christensen. Dank der Zusammenarbeit mit führenden Mobilfunkbetreibern weltweit, unter anderem T-Mobil, France Telecom und Vodafone, würden die Geräte stark subventioniert angeboten.

Christensen preist Stinger als ideale Plattform für mobile Kommunikation. So werde man mit den Geräten nicht nur im Internet surfen, sondern auch alle Aufgaben, Termine und Kontakte jederzeit zur Verfügung haben. Die Leistungsfähigkeit von Windows CE demonstrierte Christensen mit gestreamten Audio- und Video-Files, die ruckelfrei und in guter Qualität zu hören und sehen waren. Auch einen Flash-Player sowie ein Multimedia-Actionspiel präsentierte Microsoft den beeindruckten Pressevertretern. Weniger Glück hatte man bei der Vorführung einer Kontaktaufnahme zwischen Pocket PC und Ericcson-Handy per Bluetooth, da der Akku des Pocket PCs von Casio fast leer war, ein häufiges Problem bei der aktuellen Gerätegeneration. Mit einem HP Jornada 525 Pocket PC samt CompactFlash-Bluetooth-Steckkarte von Socket ließ sich dagegen problemlos auf einem der neuen HP Deskjet-Tintenstrahler drucken. Die kabellose Zukunft rückt damit ein ganzes Stück näher. (mck)