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Cebit

Mobile E-Mail für 10 Euro im Monat

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Auf der CeBIT kündigte 1&1 einen neuen mobilen E-Mail-Service mit einer Vodafone-Flatrate an. 1&1 Pocket Web startet Anfang April und ist an ein Endgerät gebunden, das der Kunde für knapp 50 Euro erwirbt. Mit diesem Gerät lassen sich E-Mails von 1&1 abholen und senden sowie Webseiten abrufen.

Der Service kostet inklusive SIM-Karte von Vodafone knapp 10 Euro im Monat bei einer Laufzeit von 24 Monaten. 1&1 verwendet ein Gerät namens Ogo (On the go) des israelischen Anbieters IXI mobile. Es läuft unter dem proprietären Betriebssystem IXI-Connect. Die Software ist für 1&1 angepasst und funktioniert nur mit Mailaccounts bei 1&1, GMX und web.de. Wer ein Kontigent von 100 SMS-Nachrichten pro Monat für weiter 10 Euro ordert, bekommt das Gerät für 1 Euro.

SMS-Nachrichten könnten sich schnell erledigt haben, würde 1&1 nicht auf den in IXI-Connect vorhandenen Instant-Messaging-Client verzichten. In der Schweiz hatte die Swisscom im letzten Herbst einen ähnlichen Dienst für 19 Franken pro Monat gestartet, der den MSN Messenger beinhaltet. In der Türkei wird das Gerät laut IXI-Chefentwickler Shai Farkash vor allem für diesen Dienst genutzt. Ursprünglich wurde Ogo für AT&T Wireless (jetzt Cingular Wireless) entwickelt und verbindet die Nutzer dort mit den Instant Messengern von AOL, MSN und Yahoo.

Laut 1&1-Vorstand Andreas Gauger ist die Flatrate von knapp 10 Euro im Monat nur möglich, weil Gerät, SIM-Karte und APN fest miteinander verbunden sind. Das monatliche Datenaufkommen hält sich damit in Grenzen. Würde man das Ogo als Modem nutzen können oder die SIM-Karte in anderen Geräten betreiben, so würde das die Kalkulation sofort sprengen.

Auch wenn 1&1 damit wirbt, dass keine weiteren Kosten anfallen, so ist bei Auslandsreisen Vorsicht geboten. Dort werden nämlich die üblichen Roaming-Entgelte berechnet. Auch die mit einem Bluetooth-Headset mögliche Nutzung als Telefon ist laut Gauger unwirtschaftlich, da sich die Gesprächsgebühren an anderen Tarifen mit geringer Grundgebühr orientieren. Es sei deshalb damit zu rechnen, dass sich potentielle Nutzer neben dem neuen Gerät weiterhin ein Handy betreiben. (vowe)

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