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Mobile Handy-Garderobe für New Yorker Schüler

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Das Handy-Verbot in den öffentlichen Schulen von New York bringt neue Geschäftsideen hervor, berichtet das US-Nachrichtenportal Mashable: Zwar bestehe das Verbot zur Mitnahme elektronischer Geräte bereits seit 1980, doch durch die vermehrte Verbreitung diverser mobiler Geräte wie Smartphones und der Einführung verschärfter Kontrollen durch Metalldetektoren am Schultor fällt es Schülern immer schwerer, ihre Gadgets in die Schule zu schmuggeln.

Vor knapp zwei Jahren kam daher der Geschäftsmann und Justizvollzugsbeamte Veron Alcoser auf die Idee, vor den Schulen Lieferwagen aufzustellen, in denen die Schüler ihre Geräte während der Schulzeit gegen eine Gebühr deponieren können. Für ein Gerät wird dabei 1 US-Dollar fällig; ab dem zweiten Gerät gibt es Mengenrabatt (1,50 US-Dollar). Die Lieferwagen von "Pure Loyalty Electronic Device Storage" sind stets mit zwei Angestellten besetzt und bleiben fest geparkt, nachdem das erste Gerät angenommen wurde.

Damit das Telefon wieder zum richtigen Besitzer zurückfindet, erhalten die Besitzer mit Passwort oder PIN gesicherte Karten. Laut der Betreiber verwahren die mobilen Garderoben täglich zwischen 300 und 700 Geräten. Inzwischen gebe es allerdings auch Konkurrenten, die Alcosers Idee kopieren. Bei "Pure Loyalty" sind die abgegebenen Geräte allerdings versichert; das Unternehmen sei auch durch die städtische Schulbehörde überprüft worden.

Auf die Idee kam Alcoser, nachdem er erfuhr, dass die Tochter eines Kollegen ihre Telefone auf dem Schulweg in benachbarten Kneipen oder Geschäften abgab. Dazu musste sie oft Umwege in Kauf nehmen, die sich durch Alcosers mobiles Handy-Parkhaus vermeiden lassen. (rek)