Menü

Mobiler Breitbanddienst für die Grüne Insel

vorlesen Drucken Kommentare lesen

Die Regulierungsbehörden der Republik Irland (Comreg) und von Großbritannien (Ofcom) haben Frequenzvergaben im 1800-MHz-Bereich für die Insel Irland aufeinander abgestimmt. So soll ein gemeinsamer Frequenzraum für die Insel Irland, bestehend aus der Republik Irland und Nordirland, geschaffen werden. Wie die Comreg am Freitag bekannt gegeben hat, ersteigerte das Unternehmen Personal Broadband UK (PBUK) die Frequenznutzungsrechte im Bereich 1785 bis 1805 MHz für 205.000 Euro. Die Ofcom wird nun eine gleichartige Vergabe für Nordirland durchführen. Die Nutzungsrechte sind 15 Jahre lang gültig. Die Lizenz schreibt weder das Anbieten bestimmter Dienste oder noch einzusetzende Techniken vor.

PBUK wird voraussichtlich ein iBurst-Netz errichten. Die von ArrayCom entwickelte Technik überträgt Daten an mobile Teilnehmer mit bis zu 1 MBit/s im Downlink und 346 kBit/s im Uplink. Der auch als HC-SCDMA (High Capacity Spatial Division Multiple Access) bezeichnete Standard setzt auf ein Zeitschlitzverfahren (Time Division Duplex, TDD). Der Handover von einer Zelle zu nächsten soll bis etwa 110 km/h funktionieren.

Durch den Einsatz mehrerer Antennen kann jeder Kanal dreifach belegt werden, was laut Marktführer Kyocera zu besonders hoher spektraler Effizienz führt. Theoretisch sollen in einem Sektor einer Zelle mit einem 5 MHz breiten Träger gleichzeitig 21 Nutzer gut 1 MBit/s und drei weitere 700 kBit/s erhalten. Zählt man den Upload hinzu, könnten in Summe über 32 MBit pro Sekunde fließen. Das international bekannteste iBurst-Netz läuft seit 2004 in Australien. Weitere Betreiber gibt es in Aserbaidschan, Ghana, Kanada, Kenia, dem Libanon, Malaysia, Norwegen und den USA. (Daniel AJ Sokolov) (ea)