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Mobiles Bezahlen: Netto bringt Paypal an die Ladenkasse

Nach Google Pay findet Paypal nun auch seinen Weg in die Einkaufsapp des Discounters Netto, mit dem man bargeldlos an der Kasse zahlen kann.

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Mobiles Bezahlen: Netto bringt Paypal an die Ladenkasse

(Bild: Netto)

Der Online-Bezahldienst Paypal lässt sich nun auch für Zahlungen an Ladenkasse der Supermarktkette Netto nutzen. Nutzer müssten lediglich ein vorhandenes Paypal-Konto in der Einkaufs-App von Netto hinterlegen und könnten dann mit dem Smartphone bargeldlos ihre Einkäufe begleichen. Das soll in allen rund 4200 Netto-Filialen möglich sein.

In der App lassen sich dann die Rechnungen sowie Zahlungen von dem Paypal-Konto einsehen. An dem Verfahren der 2013 eingeführten App ändert sich durch die neue Kooperation nichts: Nutzer generieren mit der Pin-geschützten App einen individuellen, nur 5 Minuten gültigen Zifferncode und zeigen diesen dem Kassenpersonal. Darüber wird die Zahlung zugeordnet, das Geld dann per Lastschrift vom hinterlegten Girokonto oder der Kreditkarte abgebucht. Im Online-Shop von Netto wird Paypal jetzt ebenfalls als Bezahlmöglichkeit angeboten – Ende November wurde hier auch Paydirekt hinzugefügt, der Paypal-Konkurrent der deutschen Banken.

Die Kooperation unterstreicht ein weiteres Mal die Ambitionen Paypals, nun auch in der Offline-Welt zur relevanten Größe im Bezahlmarkt zu werden. Seit 2017 läuft eine Zusammenarbeit mit dem Ölkonzern Shell, an dessen Tankstellen man mit Paypal bezahlen kann. Zuletzt ist der Dienstleister eine Kooperation mit Googles mobilen Bezahldienst Google Pay eingegangen. Diese Zusammenarbeit eröffnet auch Girokonto-Inhabern, deren Banken Google Pay gar nicht unterstützen, die kontaktlosen Zahlungen damit – über den Umweg eines in der Google-Pay-App hinterlegten Paypal-Accounts.

Die eigenen Verfahren mittels Online-Checkin oder QR-Codes, die Paypal vor Jahren in Deutschland getestet hatte, hat der US-Bezahldienst offenbar verworfen und setzt nun ganz auf Kooperationen, um sich auch an Offline-Kassen breit zu machen. Ob allerdings die 20,5 Millionen Nutzer Paypal künftig für mehr als Onlineshopping nutzen wollen, bleibt abzuwarten. (axk)

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