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Mobiles Bezahlen: Startschwierigkeiten bei der Berliner Sparkasse Update

Mobiles Bezahlen: Startschwierigkeiten bei der Berliner Sparkasse

(Bild: heise online)

Start ohne die Hauptstadt: Kunden der Berliner Sparkasse können ihre Girocard nicht bei der neuen App “Mobiles Bezahlen” aktivieren.

Bei der Berliner Sparkasse läuft es mit dem mobilen Bezahlen noch nicht rund: Auch zwei Tage nach der Einführung der Sparkassen-App können Kunden des Berliner Geldinstituts ihre Karten nicht für das mobile Bezahlen aktivieren. Die Berliner Sparkasse bestätigt die Probleme und erklärt sie mit “Serverauslastung”. An der Behebung werde mit Nachdruck gearbeitet, sagte ein Sprecher gegenüber heise online. Einen Zeitrahmen nannte die Sparkasse nicht.

Die Sparkassen haben ihre eigene Android-App für das mobile Bezahlen am Montag vorgestellt [1]. Die Kunden der meisten Sparkassen können damit nun auch mit dem Smartphone bezahlen. Gut 300 der etwa 390 Sparkassen sind dabei, der Rest soll bis zum Jahresende folgen. Anders als bei Google Pay oder Apple Pay kann man bei der Sparkassen-App auch eine Sparkassen-Card (Girocard, früher “EC-Karte”) als Zahlungsmittel aktivieren. Die Zahlungen werden dann direkt vom Girokonto des Kunden abgebucht. Bei den Zahlungsdiensten von Google und Apple lassen sich nur Kredit- oder Debitkarten von Anbietern wie Mastercard oder Visa hinterlegen.

In der Sparkassen-App hinterlegt man eine Giro- oder Kreditkarte, die dann mit einer TAN aktiviert wird. Damit das funktioniert, muss man am Online-Banking seiner Sparkasse teilnehmen. So weit die Theorie, die bei der Berliner Sparkasse noch nicht Praxis ist – Kunden, die ihre Karte aktivieren wollen, erhalten eine Fehlermeldung: „Der Service steht aktuell nicht zur Verfügung.“ Worin genau das Problem besteht, sagt die Sparkasse nicht und verweist auf „hohe Serverauslastungen”.

Die Berliner Sparkasse gehört zu den größten Instituten der Sparkassen-Gruppe. Als Marktführer in der Hauptstadt verwaltet die Berliner Sparkasse rund 1,3 Millionen Konten für Privatkunden und hat 3,1 Millionen Kreditkarten ausgegeben (Stand Januar 2018). Abgesehen von den aktuellen Problemen lassen sich die Kreditkarten der Berliner Sparkasse noch nicht für das mobile Bezahlen in der App aktivieren, zunächst geht das nur mit der Girocard. „Die Einbindung unserer Sparkassen-Kreditkarten wird derzeit vorbereitet“, sagte der Sprecher. „Der Starttermin steht noch nicht fest.“

Update 3.8.2018: Mit einem Update der App "Mobiles Bezahlen" wurde das Problem behoben. Die App steht im Play Store ab sofort in Version 2.6.19 zur Verfügung. Damit lassen sich auch Girocards der Berliner Sparkasse aktivieren. (vbr [2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4126981

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/Sparkassen-starten-Mobiles-Bezahlen-4123185.html
[2] mailto:vbr@ct.de