Mobilfunker mmO2 fühlt sich durch Erfolg der deutschen Tochter ermutigt

Das britische Mobilfunkunternehmen konnte seine Verluste reduzieren, bleibt in seinem Jahresausblick aber vorsichtig. Auch das Ergebnis der deutschen O2 steht im Zeichen der Verlustreduzierung.

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Der britische Mobilfunkanbieter mmO2 konnte seinen Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) im Geschäftsjahr 2001/2002 -- dem ersten Jahr nach der Verselbstständigung von der British Telecom -- von 3,5 Milliarden Pfund (5,6 Milliarden Euro -- damals war mmO2 noch die Mobilfunksparte der BT) auf 873 Millionen Pfund (1,39 Milliarden Euro) reduzieren. Damit entsprach das Unternehmen den Erwartungen der Analysten. "Unser Markt bleibt eine Herausforderung", meinte mmO2-Chef David Varney. Die Kundenzahl wachse langsam, und der Markt für mobile Dienstleistungen stecke immer noch in den Kinderschuhen. Mit Blick auf die ausländischen Tochterunternehmen sagte Varney: "Wir fühlen uns durch den in Deutschland und den Niederlanden erzielten Fortschritt ermutigt."

Die deutsche Tochter O2 (vormals Viag Interkom) meldete einen Anstieg der Kundenzahl von gut 3,6 auf vier Millionen. Der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen sei im Geschäftsjahr 2001/2002 von 552 auf 269 Millionen Euro reduziert worden. Der Beitrag der mobilen Datenkommunikation zum Serviceumsatz sei von 12,8 Prozent im dritten Quartal auf 14,5 Prozent im vierten Quartal gewachsen. Besonders stark legten die SMS-Nachrichten zu, die um 14 Prozent auf 286 Millionen gestiegen seien, meldete das Unternehmen. Die Kosten für die Kundengewinnung seien um 32 Prozent gesunken und betrugen im Durchschnitt 154 Euro gegenüber 228 Euro im Vorjahr. (tol)