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Mobilfunktarif: Freenet Funk verschärft Pausenregel

Das war zu erwarten: Mobilcom-Debitel schränkt seinen ursprünglich interessanten Tarif spürbar ein. Damit wird es für einige Nutzer teurer.

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(Bild: heise online)

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Mobilcom-Debitel schränkt die Pausenregel seines Tagestarifs "Freenet Funk" im kommenden Jahr spürbar ein. Ab dem 21. Januar 2020 entfällt die Möglichkeit, den Tarif so oft wie gewünscht für bis zu 14 Tage unentgeltlich zu pausieren. Stattdessen gewährt der Anbieter seinen Kunden ein Kontingent von 30 Pausentagen pro Kalenderjahr. Wer mehr Tage pausieren möchte, muss pro Tag 29 Cent bezahlen. Dafür ändert der Anbieter die Nutzungsmöglichkeiten während der Pause.

Freenet Funk gibt es in zwei Varianten: Mit bis zu 1 GByte LTE (max. 225 Mbit/s im Telefónica-Netz) für 69 Cent pro Tag oder einer Datenflatrate für 99 Cent pro Tag. Bisher konnten Nutzer den Tarif so oft wie gewünscht bis zu 14 Tage am Stück pausieren. Nach einem bezahlten Tag konnten sie dann wieder zwei Wochen pausieren. Während der Pause ist der Nutzer telefonisch und per SMS erreichbar, kann aber selbst nicht telefonieren, simsen oder Datenverbindungen nutzen.

So ist es zum Beispiel bisher möglich, ab rund 1,40 Euro im Monat eine zweite SIM-Karte in Bereitschaft zu haben. Mit den neuen Pausenregeln ist das nicht mehr möglich, weil für Pausen jenseits des Kontingents bezahlt werden muss. Zugleich ändern sich auch die Nutzungsmöglichkeiten während der Pause: Nutzer können jetzt auch während der Pause telefonieren und SMS verschicken sowie Datendienste mit 64 kbit/s nutzen. Darüber hinaus führt der Anbieter eine Aktivierungsgebühr von 10 Euro ein. Die neuen Konditionen gelten ab dem 21. Januar 2020 für Neu- und Bestandskunden.

Freenet Funk war bei seiner Markteinführung im Mai ein bemerkenswerte Variante im Mobilfunktarif-Einerlei. Auch heute noch bekommt man mit Freenet Funk für rund 30 Euro im Monat eine echte LTE-Datenflatrate. Allerdings behält sich der Anbieter vor, bei missbräuchlicher Nutzung den Vertrag außerordentlich zu kündigen – zum Beispiel in einem stationären LTE-Router – und hat dies bei einigen Kunden auch schon getan. Auch das bei der Markteinführung in Aussicht gestellte EU-Roaming gibt es bisher noch nicht. (vbr)