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"Mobilix" und "Obelix" treffen sich vor Gericht

Der Markenstreit zwischen dem französischen Verlag Les Éditions Albert René, Herausgeber der Asterix-Comics, und Werner Heuser, Betreiber der Website Mobilix, geht in die nächste Runde. Das Landgericht München hat für den 12. Juni eine mündliche Verhandlung angesetzt.

Les Éditions Albert René hatte Heuser im vergangenen Jahr aufgefordert, auf seine Marke "Mobilix" wegen der Ähnlichkeit zu der berühmten, ebenfalls markenrechtlich geschützten Comicfigur "Obelix" zu verzichten. Als Heuser ablehnte, reichte der Verlag im Januar dieses Jahres eine Klage beim Amtsgericht München ein, in der er nicht nur die Löschung der Marke "Mobilix", sondern auch Schadensersatz wegen der Nutzung der Marke forderte.

In seiner Klageerwiderung wies Heuser die Ansprüche, die der Verlag aus der Ähnlichkeit seiner Marke "Obelix" mit Heusers "Mobilix" ableitet, zurück. Eines seiner Argumente: Die Endung "-ix", die Les Éditions Albert René als besonders kennzeichnend ansieht, leite sich von "Unix" ab -- auf Mobilix.org geht es um den Einsatz von Unix auf mobilen Computern. Die Website richte sich an ein Fachpublikum, dem dieser Zusammenhang geläufig sei, sodass keine Verwechslungsgefahr mit "Obelix" bestünde.

Dieser Argumentation haben die Anwälte des französischen Verlags jetzt widersprochen, sodass sich die Parteien im Juni vor Gericht treffen werden. Zudem scheint sich Les Éditions Albert René sehr dadurch gestört zu fühlen, dass Heuser den Rechtsstreit auf seiner Website dokumentiert. In ihrer Antwort auf Heusers Klageerwiderung beschweren sich die Anwälte über "eine neue Form elektronischen Terrors" und sprechen in diesem Zusammenhang von "Belästigung und Bedrohung". Les Éditions Albert René behalte sich strafrechtliche Schritte dagegen vor, heißt es in dem Schreiben. (odi)

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