Mobilprozessoren AMD Ryzen Pro 4000U: SMT für alle

AMD stellt die Mobilprozessorserie Ryzen Pro 4000U für schlanke Business-Notebooks vor, die deutlich mehr leisten als die 3000er-Reihe.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 14 Beiträge

(Bild: AMD)

Von

Nach den Notebook-Prozessoren Ryzen 4000U und Ryzen 4000H für Privatanwender folgen AMDs Ryzen Pro 4000U für Unternehmenskunden. Die Pro-Modelle nutzen den gleichen effizienten 7-Nanometer-Siliziumchip mit Codenamen Renoir, vereinen also bis zu acht Zen-2-Rechenkerne mit einer integrierten Vega-Grafikeinheit.

AMD bringt drei Modelle, die sich in einem Punkt drastisch von den normalen Ryzen-4000U-Prozessoren unterscheiden: Bei allen Ryzen Pro 4000U ist Simultaneous Multithreading (SMT) aktiviert, die CPUs können also pro Rechenkern zwei Threads abarbeiten. Zur Unterscheidung der bisherigen Prozessoren enden die neuen Modelle mit einer 50er-Nummer.

Spezifikationen der Ryzen Pro 4000U: Im Gegensatz zu den Nicht-Pro-Modellen ist SMT immer aktiv.

(Bild: AMD)

Das Topmodell heißt Ryzen 7 Pro 4750U, kommt mit acht Rechenkernen beziehungsweise 16 Threads daher und legt CPU-Taktfrequenzen von 1,7 bis 4,1 GHz an. Gegenüber dem Ryzen 7 4700U opfert er lediglich 100 MHz für SMT. Die integrierte Vega-GPU verweilt bei 448 Shader-Kernen mit maximal 1600 MHz Takt. Der Ryzen 5 Pro 4650U deaktiviert zwei CPU-Kerne, hat dafür aber einen höheren Basistakt von 2,1 GHz (max. Boost: 4,0 GHz). Die Vega-GPU nutzt 384 Shader-Kerne mit bis zu 1500 MHz. Das Einstiegsmodell Ryzen 3 Pro 4450U stellt einen Vierkerner mit halbiertem L3-Cache und 2,5 bis 3,7 GHz sowie 320 Shader starker Vega-GPU dar.

AMD sieht die Prozessorserie Ryzen Pro 4000U stets vor Intels Gegenstücken aus der Comet-Lake-U-Serie alias Core i-10000U mit vier bis sechs CPU-Kernen. Ein Blick auf die Nicht-Pro-Prozessoren bestätigt AMDs Vorsprung in der 15-Watt-Klasse.

AMD sieht den Ryzen 7 Pro 4750U vor Intels Core i7-10710U und dürfte damit nicht übertreiben.

(Bild: AMD)

Außer den angepassten Spezifikationen kommen die Ryzen Pro 4000U mit einer vollständigen RAM-Verschlüsselung ("Memory Guard"), erweiterter (Verfügbarkeits-)Garantie und einer Unterstützung zur „klassischen“ Fernwartung daher. Admins können so eine Flotte an Unternehmens-Notebooks warten.

HP beginnt allerdings auch mit dem Verkauf von Business-ProBooks, in denen normale Ryzen-4000U-CPUs sitzen. Laut AMD lassen sich diese über den Endpoint Manager von Microsoft 365 (früher Office 365) fernwarten. Bisher hat ausschließlich Lenovo Geräte mit Ryzen Pro 4000U vorgestellt, die 2020er-ThinkPad-Generation.

(mma)