Mobilprozessoren Tiger Lake: Intels zweite 10-nm-Generation soll besser anlaufen

Trotz AMD-Attacken und Gerüchten um ARM-MacBooks erwartet Intel starke Nachfrage nach den Tiger-Lake-Prozessoren, die "zur Jahresmitte" kommen sollen.

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(Bild: Alexander Spier / heise online)

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Intels kommende Mobilprozessorgeneration Tiger Lake-U alias Core i-1100G soll wirtschaftlich ein größerer Erfolg werden als die derzeitige Baureihe Ice Lake-U (Core i-1000G). Intel will die CPUs ab Mitte 2020 an Notebook-Hersteller ausliefern und erwartet die Vorstellung 50 verschiedener Designs bis zum Jahresende. Die Auslieferung entsprechender Notebooks beginnt allerdings erst frühestens Ende November in der sogenannten Holiday Season.

Die Tiger-Lake-U-Prozessoren laufen in einem verbesserten 10-Nanometer-Prozess vom Band, "10+" genannt. Laut Intels Finanzchef George Davis (Transkript bei Seeking Alpha) soll dieser deutlich besser laufen als der bisherige 10-nm-Prozess zum Produktionsstart von Ice Lake-U. Die Serienproduktion hat bereits begonnen, sodass Intel ab dem Sommer den Bedarf decken könne. Im ersten Quartal 2020 hat der Chiphersteller doppelt so viele Prozessoren zur Vorbereitung des Marktstarts eingelagert als noch vor einem Jahr bei Ice Lake-U. Die Auswirkungen auf die Marge seien trotz der doppelten Menge ähnlich, was für eine höhere Produktionsausbeute spricht.

Erste Mobilprozessoren der Familie Tiger Lake-U sind laut Twitter-Beiträgen bereits in Benchmark-Datenbanken aufgetaucht, darunter der Core i7-1185G7 mit vier CPU-Kernen. Die Namensgebung und der hohe Basistakt von 3,0 GHz lassen eine Abkehr der bisherigen Standard-Thermal-Design-Power (TDP) von 15 auf über 20 Watt vermuten. Das wiederum würde erklären, warum Intel in den ersten Wochen "nur" 50 Notebook-Designs erwartet – üblich sind über 100. So viele will AMD bis Jahresende mit Renoir haben, allerdings 15 Watt (Ryzen 4000U) und 45 Watt (Ryzen 4000H) zusammengezählt.

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(mma)