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Modellpflege bei Nvidia-Grafikchips

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Grafikspezialist Nvidia ersetzt die Direct3D-10-Chips GeForce 8800 GTS und GeForce 8400 GS durch neue Ausführungen mit geänderten Leistungsdaten. Für anspruchsvolle PC-Spiele eignet sich Nvidias neue 512-MByte-Ausführung des GeForce 8800 GTS. Sie arbeitet mit dem in 65-nm-Strukturen gefertigten G92-Chip, der schon beim GeForce 8800 GT zum Einsatz kommt. Allerdings sind diesmal nicht nur 112, sondern alle 128 Shader-ALUs freigeschaltet. Damit steigert Nvidia die Rechenleistung seines GTS-Modells erheblich, das bislang mit 96 Shader-ALUs auskommen musste.

Auch die Shader-Taktfrequenz von 1625 MHz sorgt für mehr 3D-Power und übertrifft sogar die 1350 MHz des GeForce 8800 GTX um fast 20 Prozent. Die Speichertaktfrequenz von 970 MHz liegt ebenfalls deutlich über den 800 MHz des alten GTS-Chips. Trotzdem erreicht er keine höhere Speicherbandbreite, da Nvidia das Speicherinterface wie beim GeForce 8800 GT auf 256 Bit begrenzt – der Vorgänger arbeitet mit einem 320-Bit-Interface. Die Kapazität des Speichers beträgt 512 MByte, die alten GTS-Modelle sind mit bis zu 640 MByte bestückt. Der Zweislotkühler ähnelt den von Nvidias High-End-Modellen bekannten Ausführungen und muss laut Nvidia eine Verlustleistung von maximal 140 Watt abführen.

Der modernisierte Chip bringt nun auch die verbesserte Videobeschleunigung PureVideo HD in die High-End-Klasse von Nvidia. Die integrierte VP2-Einheit entlastet den Hauptprozessor bei der Berechnung der letzten drei Dekodierschritte von hochauflösenden Videos in H.264 und VC-1. Der Bitstream-Prozessor (BSP) übernimmt zusätzlich noch die erste Stufe bei H.264.

Grafikkarten mit dem neuen GeForce 8800 GTS sind ab sofort im Handel und kosten rund 350 Euro. Einige Nvidia-Partner kündigen übertaktete GTS-Karten zu etwas höheren Preisen an. So soll eine O.C.-Version von MSI mit 730/1825 MHz für den Chip und die Shader-ALUs und unveränderter Speichertaktfrequenz für 389 Euro in den Handel kommen.

Im Low-Cost-Segment setzt Nvidia beim GeForce 8400 GS einen weiteren neuen 65-nm-Chip ein. Der G98 ist für 567/1400/500 MHz ausgelegt (Chip/Shader-ALUs/Speicher). Ber Vorgänger G86 arbeitet mit 450/900/400 MHz. Dafür soll Nvidia aber die Hälfte der Shader-ALUs und Textureinheiten eingespart haben, sodass der Neuling mit nur vier ALUs und vier TMUs auskommen muss. Dazu gekommen ist aber eine neue HD-Videoeinheit, die die System-CPU bei der Wiedergabe von VC-1 kodierten HD-Videos noch stärker entlasten soll. (Manfred Bertuch) / (law)