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Moderner ÖPNV: Bundesregierung fördert Verkehrsprojekte in Modellstädten

In fünf Städten werden verschiedene Projekte für den öffentlichen Personennahverkehr ausprobiert, mit denen der Schadstoffausstoß verringert werden soll.

Moderner ÖPNV: Bundesregierung fördert Verkehrsprojekte in Modellstädten

(Bild: Stadtwerke Bonn)

Die fünf Städte Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen bekommen von der Bundesregierung 130 Millionen Euro für ihre Verkehrsvorhaben. Damit wollen sie modellhafte Projekte umsetzen, um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu verbessern und die Stickstoffdioxidbelastung zu verringern. Dazu gehören der Ausbau des ÖPNV-Angebotes, Ticketvergünstigungen, verbesserte Verkehrslenkung oder neue Radwege.

Bonn will nach dem Wiener Vorbild das "365-Euro-Ticket" einführen. Damit sollen Bürger für einen Euro pro Tag auf den ÖPNV umsteigen und das Auto stehen lassen. Essen will Busse und Bahnen höher takten und so für kürzere Wartezeiten und bessere Anbindung sorgen. Außerdem sollen dort neue Fahrradstraßen entstehen. Herrenberg will die Verkehrsinfrastruktur digitalisieren und mit einer dynamischen Steuerung den Verkehrsfluss verbessern.

Mannheim errichtet einen "Micro-Hub", also einen Umschlagplatz für Logistiker. Dabei sollen Pakete durch E-Fahrzeuge in der Innenstadt klimaneutral zugestellt werden. In Reutlingen sollen zehn neue Buslinien und über 100 neue Haltestellen demnächst das Stadtbusnetz erweitern.

Die Modellprojekte werden wissenschaftlich begleitet, dabei wird das NO2-Reduktionspotenzial ausgewertet, teilt das Bundesumweltministerium mit. Bei besonders wirksamen Maßnahmen soll geprüft werden, ob sie auf andere Städte übertragen werden können. Eine erste Zwischenbilanz zur Wirksamkeit der Modellprojekte ist für Sommer 2019 geplant.

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