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Modulares Smartphone: Googles Project Ara zurück ans Reißbrett

Google verschiebt das Pilotprogramm für Project Ara auf 2016. Das modulare Smartphone-Konzept muss überarbeitet werden. Probleme machen offenbar die Elektropermanentmagneten, die Chassis und Funktionsmodule zusammenhalten sollten.

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Modul-Hersteller Yezz hat auf dem Mobile World Congress im März 2015 nur ein paar beklebte Bauklötzchen gezeigt. Der noch sehr grobschlächtige Prototyp musste in der Schublade bleiben.

(Bild: heise online)

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Googles modulares Smartphone Project Ara hält dem Falltest nicht stand: So stand es am Donnerstag auf dem offiziellen Twitter-Account des Projekts. Die verwendeten Elektropermanentmagnete, die die einzelnen Funktionsmodule mit dem Gehäuse – dem so genannten Endoskelett – verbinden, seien nicht stark genug, Module lösen sich aus ihrer Halterung. Inzwischen wurde der Tweet gelöscht und als "Witz" bezeichnet.

Dennoch arbeitet Project Ara an einer Alternative zu den Elektropermanentmagneten. Man teste derzeit eine neue Möglichkeit, die Module mit dem Endoskelett zu verbinden. Worum es sich bei der Technik handelt, verrät das Unternehmen aber noch nicht. Google will zudem künftig mehr Platz für individuelle Module bieten. Aus diesem Grund habe man Kernfunktionen des Smartphones zusammengefasst.

Ursprünglich sollte Project Ara im Rahmen eines Pilotprogramms in der zweiten Jahreshälfte 2015 in Puerto Rico getestet werden. Anfang der Woche verkündete die Projektgruppe jedoch über Twitter, dass der Testlauf auf 2016 verschoben wird. Puerto Rico scheint ebenfalls nicht mehr im Rennen zu sein. Laut einem Tweet suche Google derzeit nach einer passenden Testumgebung in den USA. Ein konkreter Termin für das neue Pilotprogramm wurde noch nicht genannt.

Update 21.08.2015, 11:00 Uhr: Inzwischen hat Project Ara den Tweet gelöscht und bezeichnet den nicht bestandenen Falltest als "Witz". Der erste Absatz wurde geändert. (vbr)