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Möbel aus dem Fab Shop um die Ecke

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Die Zukunfstforscher Ben Rodenhäuser, Cornelia Daheim und Gereon Uerz von Z_punkt, einem Beratungsunternehmen, das auf strategische Zukunftsfragen spezialisiert ist, haben für Technology Review eine Prognose für das Jahr 2018 erstellt. Das Technologiemagazin widmet in seiner aktuellen Ausgabe 1/08 (seit dem 20. 12. am Kiosk oder online zu bestellen) einen Schwerpunkt dem Thema Futurologie.

Prognosen stünden zwar heute in einem zweifelhaften Ruf – vielmehr spanne man meist mit Hilfe von Szenarien "einen Möglichkeitsraum" auf. Wer als Zukunftsforscher für Unternehmen arbeite, wisse allerdings, dass ein solches Vorgehen allein den Kunden nur begrenzt zufriedenstellt. Die für TR erstellte Extrapolation stütze sich daher auf frei verfügbares historisches Datenmaterial, das mit historischen Wachstumsraten, die gegebenenfalls nach oben oder nach unten korrigiert wurden, in die Zukunft verlängert wurde. Das Ergebnis sind zehn "Spotlights", Schlaglichter, die jeweils einen Bereich beleuchten.

So sehen die Zukunfstforscher beispielsweise einen starken Trend in der persönlichen Fabrikation: "Das amerikanische Unternehmen Desktop Factory hat für das nächste Jahr einen 3D-Drucker zum Preis von 5000 Dollar angekündigt und sorgt damit für einen Knick in der Preiskurve. Bis 2012 ist damit zu rechnen, dass ein großes Unternehmen wie Hewlett-Packard, das das Entstehen und Gedeihen der Fabbing-Szene mit großem Interesse verfolgt, in den Markt einsteigt, was für ein weiteres Absinken des Preises sorgen wird", schreiben sie.

"Selbermachen, Mitmachen und Kollaborieren sind Kult. Zum Symbol der 'Do it yourself'-Kultur ist der 'Home Fabber' geworden, der es ermöglicht, aus digitalen Konstruktionsdaten dreidimensionale Objekte zu erzeugen. Die günstigsten Fabber können nur simple Produkte erzeugen – Objektivdeckel, kleine legoartige Spielzeugbausteine oder Osterhasen. Spezialisierte Fab Shops aber, die es inzwischen in jeder größeren Stadt gibt, fertigen Tische und Stühle nach Maß, aber auch Brillenbügel aus mehreren Materialien." Die Verbreitung dieser Fab Shops werde allerdings ein heute bereits bekanntes Problem noch weiter verschärfen: "Viel diskutiert wird heute über das Herzstück der generativen Produktion: die Konstruktionsdaten. Produktpiraterie greift um sich." (wst)