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Motorola mit mehr Verlust

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Der US-amerikanische Handyhersteller Motorola kämpft auf seinem Sanierungskurs weiter mit tiefroten Zahlen und sinkenden Umsätzen. Der Sparkurs werde nochmals verschärft, kündigte der Konzern heute an. Der Verlust fiel im ersten Quartal mit 231 Millionen US-Dollar (175 Millionen Euro) nochmals 20 Prozent höher aus als ein Jahr zuvor. Der Umsatz brach um 28 Prozent auf knapp 5,4 Milliarden Dollar ein. Analysten hatten einen noch größeren Verlust erwartet.

Die Sparte Mobile Devices setzte 1,8 Milliarden Dollar um, 45 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der operative Verlust betrug 509 Millionen Dollar gegenüber 418 Millionen im Jahr 2008. Das Unternehmen verkaufte mit 14,7 Millionen Handys 46 Prozent weniger Geräte als im Vorjahresquartal, das ergibt einen Marktanteil von 6 Prozent. Motorola – einst der zweitgrößte Handy-Hersteller der Welt – liegt abgeschlagen hinter Nokia, Samsung und LG Electronics, konnte sich aber wieder leicht vor Sony Ericsson schieben.

Dank der bisherigen Kosteneinsparungen habe der operative Verlust in der Handysparte nun gegenüber dem Minus von 595 Millionen US-Dollar im vorigen Quartal heruntergefahren werden können, erläutert Co-CEO und Sparten-Chef Sanjay Jha. Die Kunden hätten positiv auf Motorolas Smartphone-Roadmap reagiert. Zum Weihnachtsgeschäft sollen die ersten Geräte auf Basis des Betriebssystems Android den Umsatz ankurbeln helfen.

Im Bereich Home and Network Mobility, der unter anderem TV-Settop-Boxen und Ausrüstung für Netzbetreiber produziert, ging der Umsatz um 16 Prozent auf 2 Milliarden US-Dollar zurück. Der operative Gewinn schrumpfte hier von 153 Millionen auf 115 Millionen Dollar. Der Umsatz der Sparte Enterprise Mobility, in der Funkausrüstung und Barcode-Scanner hergestellt werden, lag mit 1,6 Milliarden Dollar um 11 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. (anw)