Motorola vergleicht sich im Markenstreit mit Xoom

Die Google-Tochter vergleicht sich einem US-Medienbericht zufolge mit dem Zahlungsdienstleister Xoom und will dessen Namen künftig nicht mehr für Geräte verwenden.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 8 Beiträge
Von
  • Volker Briegleb

Google-Tochter Motorola Mobility hat sich im Rechtsstreit um die Marke "Xoom" offenbar mit dem US-Zahlungsdienstleister gleichen Namens verglichen. Motorola werde die Marke künftig nicht mehr benutzen, berichtete das US-Juristenblatt The American Lawyer am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Personen. Einzelheiten des Vergleichs sind demnach nicht bekannt.

Stein des Anstoßes: "Xoom" wird Motorola seine Tablets nicht mehr nennen – falls es noch mal welche gibt.

(Bild: Telekom)

Motorola hatte im Januar 2011 auf der US-Elektronikmesse CES ein Android-Tablet mit dem Namen Xoom vorgestellt und es im weiteren Verlauf des Jahres in den USA und Deutschland in den Handel gebracht. Das mit Android 3 (Honeycomb) ausgelieferte 10-Zoll-Tablet erwies sich allerdings als Ladenhüter. Ende 2011 brachte der Hersteller dennoch den Nachfolger Xoom 2 auf den Markt.

Der US-Zahlungsdienstleister Xoom sieht seine Namensrechte durch die Gerätebezeichnung verletzt und hatte im Februar 2011 Klage gegen Motorola Mobility eingereicht. Die Google-Tochter hatte sich zunächst gegen die Klage zur Wehr gesetzt, die Streitigkeiten nun aber mit einem Vergleich beigelegt.

In US-Medien wird darüber spekuliert, dass Motorola ein bisschen was gezahlt haben dürfte, um den Streit aus dem Weg zu schaffen. Wann genau der Hersteller aufhören muss, die strittige Bezeichnung für seine Geräte zu nutzen, ist nicht bekannt – derzeit wird sie noch auf den Support-Seiten für das Tablet geführt.

Schwer dürfte Motorola der Abschied von dem Namen allerdings nicht fallen. Das Xoom hat sich nicht gut verkauft und nur Ärger gemacht: Neben dem Zahlungsdienstleister hatte sich auch Apple auf das Tablet eingeschossen, weil es dem iPad zu ähnlich sein sollte (das Gericht sah das ein bisschen anders). Und bei Google heißen Tablets jetzt ohnehin Nexus – nur lässt Mutti die von anderen Herstellern bauen. (vbr)