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MWC

Motorola verspricht schnellere Android-Updates

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Auf dem Mobile World Congress (MWC) stellte sich die Chefin der Software-Abteilung von Motorola, Christy Wyatt, den Fragen einiger Journalisten. Im Vordergrund standen Fragen zur Android-Strategie des Unternehmens, das mit Android-Smartphones den Weg aus einer tiefen Krise gefunden hat. Neue Smartphones mit Windows Phone 7 schloss Wyatt zumindest für die nähere Zukunft aus – im Umfeld des letztjährigen Kongresses hatte Motorola noch verlauten lassen, dass es künftig durchaus auch Smartphones mit dem Microsoft-Betriebssystem geben könnte.

Die heute angekündigten Business-Funktionen für Android kommentierte Wyatt mit den Worten, dass keinem Android-Smartphone der "Weg zur Arbeit" versperrt werden sollte. Es gebe viele von Firmen administrierte Smartphones, und der Erwerb des Unternehmens 3LM vereinfache den Weg für Business-Smartphones mit Android. Die Lösung soll auch auf den Tablets des Unternehmens eingesetzt werden. Auf die Konkurrenz-Situation zu den beteiligten Unternehmen angesprochen sagte die Motorola-Managerin, dass man kein Android einsetzen würde, wenn man nicht mit Konkurrenten zusammenarbeiten könne.

Mit der Update-Politik des Unternehmens zeigte sich Wyatt auf Nachfrage von heise online selbst nicht vollständig zufrieden. Viele Nutzer, vor allem aus Deutschland, warten seit Monaten darauf, dass Android 2.2 auf ihren Milestone-Geräten ankommt. Motorola verschob den Termin zunächst auf das Ende des vergangenen Jahres – inzwischen verspricht das Unternehmen auf seiner Supportseite das Update für das erste Quartal. Der Grund für die Verzögerung ist laut Wyatt, dass Motorola bei den ersten Android-Smartphones noch sehr Geräte-konzentriert gearbeitet habe – damit sei die Anpassung an einzelne Geräte sehr arbeitsaufwendig gewesen. Für neuere Motorola-Smartphones versprach sie schnellere Updates; sie sollen "mindestens ein Major-Update" erhalten.

Den von vielen Nutzern ungeliebten Schutz des Motorola-Bootloaders, der die Installation fremder Firmware verhindern soll, verteidigte sie. Dies sei eine Sicherheitsfunktion und von vielen Providern so gewünscht. Das neue Tablet des Unternehmens, das Motorola Xoom, wird diesen Schutz auch erhalten – allerdings lasse er sich bei diesem Gerät aus- und wieder einschalten. Das sei eine Funktion, die vor allem für Entwickler gedacht sei.

Das Xoom wird laut Wyatt in Europa in einer anderen Version ausgeliefert als in den USA. Zunächst sei das Zoom ein Google Experience Device – es sei in Zusammenarbeit mit Motorola entwickelt worden und habe die originale Google-Software an Bord. In Europa werde das Xoom wahrscheinlich mit der Motorola-Erweiterung Motoblur verkauft. Es soll im zweiten Quartal erhältlich sein, eine reine WLAN-Version des Tablets wird es laut Wyatt nicht geben. (ll)