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Motorola will durch Börsengang der Chip-Sparte Milliarden einnehmen

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Der US-Konzern Motorola will durch den Börsengang seiner Halbleiter-Sparte Freescale Semiconductor bis zu 2,5 Milliarden Dollar einnehmen. Es würden 121,6 Millionen Klasse-A-Aktien in einer Spanne von 17,50 bis 19,50 Dollar das Stück angeboten, geht aus einer Mitteilung von Freescale an die US-Börsenaufsicht SEC hervor. Der Motorola-Konzern hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, seine Chip-Sparte abzuspalten, um sich stärker auf sein Mobilfunk- und Handy-Geschäft zu konzentrieren.

Ein Datum für den Börsengang wurde nicht genannt. Analysten rechnen mit diesem Schritt jedoch noch in diesem Sommer. Nach den Angaben soll sich die Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) auf 18,24 Millionen Aktien belaufen. Einschließlich Gebühren sollen aus dem Börsengang bis zu 2,7 Milliarden Dollar zufließen. Freescale kündigte zudem die Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 1,25 Milliarden Dollar an. Die Papiere hätten eine Laufzeit von fünf bis zehn Jahren. Von dem Emissionserlös aus Aktien und Anleihen sollen den Angaben nach rund 1,5 Milliarden Dollar an den Mutterkonzern Motorola fließen. Freescale soll rund 750 Millionen Dollar in bar und Barwerten erhalten.

Nach dem Börsengang würde Motorola weiterhin 278,4 Millionen Klasse-B-Aktien von Freescale halten, die anders als die A-Papiere ein fünffaches Stimmrecht haben. Bei Motorola liegen damit weiterhin 92 Prozent der Stimmrechte. Freescale hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,9 Milliarden Dollar und beschäftigt 22 000 Menschen. Die Gesellschaft soll unter dem Kürzel FSL an der New Yorker Stock Exchange gelistet werden. Konsortialführer sind Goldman Sachs, Citigroup und J.P. Morgan. (dpa) / (jk)