Motorolas neue Handy-Kollektion

Motorola präsentiert eine neue Handy-Palette, die nicht nur Einsteiger- und Designer-Modelle umfasst, sondern schon mit ersten UMTS-Handys lockt.

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Von
  • Uwe Vogel

Motorola (Halle 26, Stand E40-60) präsentiert eine neue Handy-Palette, die vom Einsteigermodell über Designer-Geräte bis zum UMTS-Handy reicht. Die obere Einsteigerklasse bedient Motorola voraussichtlich ab Spätsommer mit dem Modell C300, das mit seinen eingebauten Spielen wohl die jüngere Generation ansprechen soll. Besonderes Schmankerl: Landet der User während eines Spieles einen Treffer, quittiert das Handy die Aktion mit Vibrationen oder Soundeffekten.

Dank dem Enhanced Messaging Service kann das Telefon nicht nur Kurznachrichtentexte, sondern auch Bilder und Töne verschicken. Zudem bietet das 79 Gramm leichte C300 erweiterte Messaging-Funktionen wie Group-SMS, SMS-Chat und verkettete SMS. Ein WAP-Browser soll bei Bedarf entsprechende Internetseiten darstellen können. Wer dabei jedoch auf einen schnellen Datenversand hofft, wird enttäuscht: Das C300 lädt WAP-Seiten mit maximal 9,6 kBit/s, die beiden schnellen Surf-Techniken GPRS und HSCSD beherrscht es nicht. Immerhin dürfte es mit seinem blau beleuchteten Monochrom-Display Blicke auf sich ziehen. Ein 600 mAh Li-Ionen Akku soll für rund fünf Stunden Sprechzeit oder 120 Stunden Betriebsbereitschaft sorgen.

Motorolas Mobiltelefone der V-Serie erhielten eine Frischzellenkur. Den beiden muschelähnlichen Klapphandys V60 und V66 hat Motorola Java in Form eines J2ME-Interpreters sowie EMS spendiert. Beide Geräte sollen Mitte des Jahres in die Läden kommen und dann V60i sowie V66i heißen. Ohne Kartenvertrag muss man 599 Euro für das V66i und 749 Euro für das V60i berappen.

Mit dem V70 erhält die V-Serie jedoch auch einen echten Neuzugang. Äußerlich erntet es mit einem ungewöhnlichen Design Aufmerksamkeit -- der besondere Gag ist die Tastaturabdeckung, die sich in 360 Grad um ein tiefblaues Display mit weiß beleuchteten Ziffern herumdrehen lässt. Ebenso außergewöhnlich ist das Fassungsvermögen des Telefonbuchs, das sich bis zu 500 Einträge merkt.

An Datenfunktionen hat Motorola jedoch gespart: Mit Infrarot, Bluetooth oder HSCSD -- traditionsgemäß nicht eingebaut -- wird das Handy seine künftigen Besitzer nicht erfreuen, lediglich die Highspeed-Surftechnik GPRS ist eingebaut. Auch das Akku des V70 liefert mit bis zu 140 Stunden Standby und maximal fünf Stunden Gesprächszeit nur mittelmäßige Werte. Es soll zum Sommeranfang für 729 Euro auf den Markt kommen.

Ab dem dritten Quartal dieses Jahres erhält auch das Timeport 280 eine Wachablösung. Sein Nachfolger heißt T720 und reiht sich in Motorolas Oberliga ein. Das Klappenhandy kommt gleich mit zwei Displays daher. Geöffnet offeriert es seinem Besitzer eine Anzeige mit 120 x 160 Pixel und bis zu 4096 Farben (siehe Bild), geschlossen stellt es beispielsweise Telefonnummern auf dem oberen Monochrom-Display dar (96 x 32 Pixel).

Das T720 soll ebenfalls J2ME und EMS beherrschen. Bluetooth, HSCSD und IrDA lässt es aber ebenso vermissen, immerhin soll ein optionaler Bluetooth-Adapter bis Jahresende zur Verfügung stehen.

Mit dem A820 will Motorola ab Herbst seiner Kundschaft den Zugang in die 3G-Mobilfunkwelt verschaffen. Das UMTS-Handy soll ein TFT-Display mit 176 x 220 Pixeln besitzen und damit 4096 Farben darstellen können. Außerdem wollen die US-Amerikaner eine Kamera und einen MP3-Player einbauen. Als Gerät der dritten Mobilfunkgeneration soll es bunte Bilder mit hoher Geschwindigkeit übertragen können. Um sie auch darzustellen, versteht das A820 die Bildformate GIF, TIF und JPEG, aber auch die Bewegtbildformate MPEG4, AVI und ASF. (uvo)